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Krefeld
Lärmschutz bremst Mühle

Krefeld. Neues Gutachten: Die 7,50-Meter-Schutzwand würde der Mühle den Wind fürs Mahlen nehmen. Von Mario Fuchs

Droht der Geismühle das Aus des Betriebs, bevor er richtig begonnen hat? Das befürchten viele Oppumer Bürger. Am Mittwochabend wurden auf einer Versammlung des Bürgervereins neue Details der Vorplanung zum Neubau der Raststätte Geismühle vorgestellt. Sie soll komplett auf die östliche Seite verlegt werden. Knackpunkt: Um die Oppumer Bürger vor dem Lärm zu schützen, soll auf westlicher Seite die bisherige Lärmschutzwand von 4,50 Metern durchgängig auf 7,50 Meter erhöht werden. "Damit würde uns der Wind für den Betrieb der Mühle genommen", sagt Helmut Späth vom Mühlenbauverein.

Windstärke 5 erforderlich

"Wir brauchen eine Windstärke von 3,5, damit sich die Flügel drehen. Zum Mahlen des Mehls für unsere Backwaren ist sogar Windstärke 5 erforderlich", sagt Späth und verweist auf ein vom Mühlenverein in Auftrag gegebenes Gutachten. "Das sagt, dass im Umkreis von 100 Metern höchstens vier Meter hohe Bauten oder Gewächse stehen dürfen. Die geplante Lärmschutzwand mit 7,50 Metern nimmt uns den Wind, der laut Gutachten am beständigsten aus Norden und Osten kommt". Für Helmut Späth steht fest: "Dann wäre unsere ganze Arbeit der letzten Jahre vergebens gewesen."

Doch noch sei nichts entschieden, wie Michael Kaufmann vom zuständigen Landesamt für Straßenbau betonte. "Wir sind erst in der Vorplanung. Wir wissen auch um die Problematik der Geismühle." Wenn das Landesamt in die Detailplanung geht, soll ein Gutachten in Auftrag geben werden, das klären soll, was an dieser Stelle möglich ist. "Denkbar wäre, im Bereich der Geismühle die Lärmschutzwand niedriger zu lassen und an anderer Stelle höher zu bauen. Fakt ist aber auch, dass wir keinesfalls die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte von nachts 49 dBA und tagsüber 59 dBA überschreiten."

Da die Raststätte auf der westlichen Seite nach Fertigstellung der gesamten Anlage nicht mehr benötigt wird, überlegt der Mühlenbauverein, dort ein Backhaus und ein Café einzurichten.

Quelle: RP
 
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