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Krefeld
Landtagspräsidentin besucht Villa Merländer

Krefeld. Im Rahmen ihrer Reisen zu NS-Gedenkstätten in NRW besuchte Landtagspräsidentin Carina Gödecke jetzt die Villa Merländer. Mit ihren Besuchen möchte sie die Weiterentwicklung dieser Stätten begleiten und das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter würdigen. Bei ihrem Besuch wurde sie von Dorothee Zwiffelhoffer, Direktorin beim NRW-Landtag, begleitet. Begrüßt und geführt wurde das Duo von Zentrumsleiterin Ingrid Schupetta, von Barbara Behr, Vorsitzende des Vereins Villa Merländer, von Eugen Gerritz, langjähriger kulturpolitischer Sprecher der SPD im Landtag, und von Kulturdezernent Gregor Micus.

Die Gedenkstätte stellt auch die Folgen des Zweiten Weltkrieges für Krefeld dar. Dokumente, Erklärungen, Video- und Duftinstallationen sind vor allem auf Jugendliche ausgerichtet. "Wir sind nicht mehr nur eine forschende Einrichtung; ein Schwerpunkt wird verstärkt die kulturelle Bildung. Das ist eine wichtige Aufgabe der Gedenkstätten", sagte Schupetta. Auch Gödecke betonte diesen Aspekt: "Die Arbeit der Gedenkstätten liefert einen wichtigen Beitrag, dass wir eine demokratische Gesellschaft sind." Die Erinnerungsarbeit in Nordrhein-Westfalen müsse bewahrt und weiterentwickelt werden - damit es sie auch in 20 Jahren noch gebe.

Die Villa Merländer gehörte dem Seidenhändler Richard Merländer, bis die Nazis ihn 1941 zum Verkauf zwangen. Merländer wurde im Juli 1942 in das Lager Theresienstadt deportiert und vermutlich im September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Quelle: RP
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