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Krefeld
Lange ersehnt: Oppums Schützenbaum

Krefeld: Lange ersehnt: Oppums Schützenbaum
Schützenbaum-Aufbau gestern Abend in Oppum: Vorne Hermann Küpper, Andreas Schmidt, Marcel Preistein; oben im Steiger Thomas Küpper, Michael Motzner und Hans-Joachim Hofer; im Hintergrund sieht man den Schützenbaum, an dem bereits einige der Wappen montiert sind. FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Das Oppumer Schützenfest am Wochenende wird für die St.-Sebastianus-Schützen in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Die Schützen hoffen, nach dreijähriger königloser Zeit wieder einen Schützenkönig zu bekommen, der Oppumer Schützentrommlercorps feiert sein 90-jähriges Bestehen, und der Verein kann endlich einen Schützenbaum einweihen - etwas, das sich der Verein seit Jahrzehnten gewünscht hat. Von Jens Voss

Wir stellen den Baum vor - er dokumentiert über die Wappen die Struktur des Vereins und auch den Schützenumzug. Gestern wurde der Baum montiert und gleich wieder verhüllt; am Donnerstag wird er zum Schützenfest feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Oben prangt das Wappen von Oppum, die weiteren Wappen sind jeweils von links nach rechts in der Marschordnung bei Umzügen angebracht.

Erste Reihe von oben Vorne als Erstes reitet der General (Willi Kilders) mit seinen beiden Adjutanten. Es folgt das Wappen der St.-Sebastianus-Schützen; daneben der Oppumer Schützentrommlercorps 1925 e.V. (musikalische Leitung: Klemens Küsters).

Diese Wappen zieren den Oppumer Schützenbaum. FOTO: Schützengesellschaft Oppum

Zweite Reihe

Nach der Musik folgen die Königsreiter (Leitung: Stefan Hamacher); danach das Fahnen-Offiziers-Corps unter der Leitung von Hans-Joachim Zehm.

FOTO: Hofer/Oppum

Die Sportschützen marschieren zwar nicht mit, würden aber im Falle des Mitmarschierens an dieser Stelle gehen.

Dann folgt das Sanitätscorps Oppum, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert - unter der Leitung des jüngsten Gruppenleiters Fabian Tichelkamp (24).

FOTO: Hofer/Oppum

Dritte Reihe

Es folgt die Hubertuskompanie unter der Leitung von Werner Fohr; sie ist aus einer Gruppe von Mitarbeitern der Firma Wahlefeld entstanden. Die Firma Wahlefeld ist Hauptsponsor des Schützenbaumes.

Die Oppumer Amazonen wurden 1977 gegründet nach dem Vorbild der Husarinnen von Kaiserin Viktoria von Preußen. Unter der Leitung von Yvonne Macey in zweiter Generation. Mutter Renate ist die aktuelle Schatzmeisterin der Bruderschaft.

Die Fahnenschwenkergruppe ist eine noch sehr junge Gruppe (2013) unter Führung der Jungschützenmeisterin Sarah Spicker, die unbedingt noch Nachwuchs braucht.

Die Jägerkompanie wurde 1977 von CDU-Mitgliedern gegründet. Ziel damals war es, einen würdigen König zu stellen. Das gelang ihnen 20 Jahre später mit Ernst Fuhlbrügge und zum 25-jährigen Bestehen mit dem heutigen Vorsitzenden Rolf Petermeier. Heute sind die Jäger über die Parteigrenzen hinaus tätig.

Vierte Reihe

Die Roten Husaren wurden 1989 aus den Reihen eines Kegelklubs gegründet, der eigentlich nur am Schützenfest eines "Grünen" Husaren-Königs - Willi Küsters - teilnehmen wollte. Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet der damalige Bezirksvorsteher von Oppum-Linn, Hans Bos (SPD), in diesem Jahr den Vogel abschoss. Parteipolitisch war diese Gruppe nie ausgerichtet. Vorsitzender ist heute Michael Motzner.

Die Artillerie Oppum mit ihren großen Kanonen bildet seit 1950 den Abschluss des Oppumer Schützenzuges. Björn Bützer führt die Gruppe heute an.

Jüngstes "Kind" der Gruppen sind die Rebellen, die erst in diesem Jahr in die Bruderschaft aufgenommen worden sind und mit einem ungewöhnlichen Wappenbild glänzen. Sie werden zukünftig nicht nur Königshäusern gegenüber rebellisch sein, sondern auch darüber hinaus für Spannung und Spaß (nicht nur beim Schützenfest) sorgen. Markus Krieg und Pascal Hanisch bürgen dafür.

Das letzte Wappen ist der Freiwilligen Feuerwehr Oppum gewidmet. Sie schützt heute zeitgemäß die Oppumer Bürger vor Feuer und Gefahren wie vor mehr als 363 Jahren die Schützen nach dem 30-jährigen Krieg die Oppumer Dorfgemeinschaft vor Übergriffen der Freischärler aus dem benachbarten Moers schützte.

Diese Geste ist der St. Sebastianus Schützen-Gesellschaft 1652 e.V. eine Herzensangelegenheit und zeugt von hohem Respekt und traditioneller Freundschaft.

Quelle: RP
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