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Krefeld
Lanxess hebt Ergebnisprognose an

Krefeld. 1700 Beschäftigte in Uerdingen sichern das gute Konzernergebnis. Von Norbert Stirken

Bei Lanxess im Chempark in Uerdingen werden die Grundstoffe produziert, die in vielen Innovationen des Konzerns stecken. In fünf verschiedenen Geschäftsbereichen sind 1700 Mitarbeiter beschäftigt, die maßgeblich zum guten Konzernergebnis beitragen. Der Spezialchemie-Konzern hat jetzt nach einem starken dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 erneut angehoben. Das Kölner Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 960 Millionen Euro und einer Milliarde Euro. Zuvor war der Konzern von einem Ergebnis zwischen 930 und 970 Millionen Euro ausgegangen.

"Wir haben den Schwung aus dem ersten Halbjahr in das dritte Quartal mitgenommen und belegen erneut die operative Stärke des "neuen" Lanxess. Daher heben wir die Prognose für das Gesamtjahr nochmals an", sagte Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstandes der Lanxess AG. Für das Schlussquartal 2016 erwartet der Konzern einen üblichen saisonalen Geschäftsverlauf - das heißt eine im Vergleich mit den Vorquartalen etwas gedämpftere Entwicklung.

Die Margen in allen Segmenten wurden gesteigert: In dem weltweit größten Produktionswerk für Farbpigmente in Uerdingen werden Eisenoxid- sowie Chromoxid-Pigmente für die Baustoff- und Kunststoffindustrie aber auch für Farben- und Lackhersteller produziert. Außerdem betreibt der Geschäftsbereich High Performance Materials in Krefeld eine der größten Kunststoffproduktionen der Welt. Anwendung finden diese Hochleistungs-Kunststoffe vor allem in der Automobil- und Elektro- sowie in der Bauindustrie.

Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates produziert in Uerdingen hochwertige Zwischenprodukte, unter anderem zur Herstellung von Menthol. Synthetisch hergestelltes Menthol ist ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen, etwa für die Mundpflege oder für Kaugummis. Es wird außerdem in vielen pharmazeutischen Produkten - zum Beispiel zur Kühlung bei schmerzhaften Verletzungen - eingesetzt. Lanxess hat im Chempark am Rhein eine Anlage zur Formalin-Produktion errichtet, die zur Herstellung von Trimethylolpropan (TMP) benötigt wird. TMP ist ein dreiwertiger Alkohol, der unter anderem für Produkte in der Möbel-, Bau- und Automobilindustrie verwendet wird.

Die Absatzmengen stiegen vor allem im Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates aufgrund einer guten Nachfrage in fast allen Endmärkten. Der Umsatz sank dennoch leicht um 1,1 Prozent von 440 auf 435 Millionen Euro. Die Umsätze im Segment High Performance Materials gingen leicht um 2,3 Prozent auf 257 Millionen Euro zurück nach 263 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Gestiegene Absatzmengen konnten dabei rohstoffkostenbedingt niedrigere Verkaufspreise nahezu ausgleichen.

Quelle: RP
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