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Krefelds Naturparadiese
Latumer Bruch: Hier lebt der Kammmolch

Krefelds Naturparadiese: Latumer Bruch: Hier lebt der Kammmolch
Der Kammmolch ist europaweit nach der FFH-Richtlinie und Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Der Lebensraum der Molche - Feuchtgebiete - wird knapp. FOTO: neus
Krefeld. Der Latumer Bruch wurde 1992 unter Naturschutz gestellt und ist mit 185 Hektar nach dem Hülser Bruch das zweitgrößte Naturschutzgebiet Krefelds. Es befindet sich im Südosten von Krefeld und setzt sich im Kreis Neuss fort.

Charakteristisch sind die zwei Altstromrinnen, die sich bei Rheinhochwasser regelmäßig mit Grundwasser füllen. Es setzt sich aus Bruch- und Auwäldern, Wiesen, Röhrichten und einzelnen Tümpeln zusammen.

Es ist vor allem durch zwei äußerst seltene Tierarten bedeutsam. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist eine Schmetterlingsart, die nur unter einer bestimmten Kombination von Lebensumständen zu finden ist. Der Schmetterling legt seine Eier in die noch nicht aufgeblühten Knospen des Großen Wiesenknopfes, von deren Blüten sich anschließend die geschlüpften Larven ernähren. Nach einiger Zeit lassen sie sich fallen und von der Roten Knotenameise in ihren Ameisenbau tragen. Sie imitieren den Geruch der Ameisen und lassen sich von ihnen behandeln wie die eigene Brut.

Gleichzeitig ernähren sie sich von den Ameiseneiern und -larven. Nach dem Schlüpfen aus der Puppe verlässt der Schmetterling dann den Ameisenbau. Weiterhin hat der Kammmolch in den wechselfeuchten Rinnen ein ideales Habitat gefunden. Aufgrund des Vorkommens dieser beiden Tierarten wurde das Gebiet des Latumer Bruchs als FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitate) gemeldet. Das Naturschutzgebiet Latumer Bruch zeichnet sich durch Abgeschiedenheit aus. Um die seltenen Tiere und Pflanzen zu schützen, ist die Möglichkeit, das Gebiet zu erkunden, auf wenige Wege beschränkt.

Quelle: RP
 
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