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Krefeld
Lebhafte Diskussion über "Quartierszentrum" Uerdingen

Krefeld. Mehr als 40 Interessenten, darunter auch Bezirksvorsteher Jürgen Hengst, diskutierten auf Einladung des Bürgervereins Uerdingen mit dem Arbeitskreis "Erhalt Bücherei Uerdingen" über das Thema "Quartierszentrum mit städtischer Medienausleihe" im rechten der drei Herbertzhäuser.

Mit einer aktualisierten Powerpointpräsentation stellte Arbeitskreismitglied Susanne Tyll das schon 2014 erarbeitete und damals der Öffentlichkeit präsentierte Nutzungskonzept "http://www.ak-buecherei-uerdingen.de" vor. Kernpunkte sind städtische Medienausleihe mit Anbindung an die Mediothek und hauptamtlichem Personal, Lesecafé als offener, nicht-kommerzieller Stadtteiltreff, Beratungsangebote und Lernräume, Musikschule für Kinder, Probenräume im Keller und ein "Repair-Treff". In der anschließenden Diskussion kamen aus der Zuhörerschaft zahlreiche Anregungen, so beispielsweise Angebote für Yoga und Meditation, eine Nahverkehrsberatung, ein Eine-Welt-Laden oder eine Tauschbörse von Hilfsleistungen. Eine Bürgerin vermisste jugendspezifische Treffangebote, die zwar durch Lernräume vorgesehen sind; doch Tyll schlug vor, hier noch Vorschläge in Schulen und Ausbildungsstätten zu erfragen.

Mit der Vorsitzenden des Bürgervereins, Heike Hoffmann, waren sich alle einig, dass Uerdingen ein generationsübergreifendes Bürgerhaus - auch Quartierszentrum genannt - braucht. Zu Beginn hatte Susanne Tyll anhand der Broschüre "Willkommen bei Freunden" betont, wie wichtig auch für das Einleben von Kindern mit Flüchtlingshintergrund ein Bücherei- und Medienangebot sei. Lebhaft bedauerten viele Teilnehmer insbesondere gegenüber Bezirksvorsteher Hengst, die nach ihrem Empfinden zu langatmigen Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse durch Politik und Verwaltung trotz veränderter Mehrheitsverhältnisse und dem Wechsel an der Verwaltungsspitze. Als provozierend wirken auf die Bürgerschaft auch die relativierenden Argumente von Planungsdezernent Linne, der wiederholt den Anspruch anderer Stadtteile auf Gleichbehandlung auf Anfrage ins Feld führte.

Nicht zuletzt fragte die in Fördermöglichkeiten bewanderte Susanne Tyll, warum die Verwaltung so schleppend auf von ihr und anderen übermittelte Fördermöglichkeiten reagiert beziehungsweise in andere Stadtteile vergibt. Bezirksvorsteher Jürgen Hengst sagte zu, sich weiterhin für die Einrichtung des Quartierszentrums mit städtischer Medienausleihe einzusetzen.

Quelle: RP
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