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Krefeld
Leendertz stellt Kesselhaus-Pläne vor

Krefeld: Leendertz stellt Kesselhaus-Pläne vor
Der Umbau des Kesselhauses in eine Veranstaltungslocation steht im Zentrum des Abends am 24. August. Besucher können mit Experten diskutieren. FOTO: Lammertz
Krefeld. Wolf-Reinhard Leendertz präsentiert am Donnerstag, 24. August, die Ergebnisse seines Architekturwettbewerbs für das Kesselhaus im Mies-van-der-Rohe-Business-Park. Der Abend wird von der Rheinischen Post und der Westdeutschen Zeitung moderiert.

Das Konzept orientiert sich an den ganz großen, ganz hippen Veranstaltungsstandorten in NRW. Landschaftspark Nord in Duisburg, Kraftwerk in Köln. Industriecharme gepaart mit cleveren Vermarktungskonzepten, das kann Krefeld auch. Meint Wolf-Reinhard Leendertz, Geschäftsführer des Mies van der Rohe-Businessparks. Der hat sich mehr als ein halbes Jahr Zeit gelassen, einen Architekten-Wettbewerb zwischengeschaltet und will seine Vision einer Alternative für die womöglich wegfallende Location im Seidenweberhaus am Donnerstag, 24. August, ab 19 Uhr vorstellen. Moderiert von Westdeutscher Zeitung und Rheinischer Post.

Sieben Architekturbüros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, aus dem alten Kesselhaus und damit aus Krefeld einen weiteren attraktiven wie unverwechselbaren Standort für Veranstaltungen in den Wänden alter Industriekultur zu machen. Leendertz will am Donnerstag alle sieben Entwürfe vorstellen, von denen eine vom van-der-Rohe-Enkel Dirk Lohan aus Chicago kommt. In der Jury saß unter anderem Krefelds Planungsdezernent Martin Linne.

Die Variante, die am Ende das Rennen gemacht hatte, wurde zuletzt durch den Investor und ein internationales Büro noch mal weiterentwickelt. Herausgekommen ist ein multifunktionaler Veranstaltungsstandort mit sechs Hallen und einem Außenareal. Das Besondere: "Wenn ich nicht gerade sieben Rockkonzerte gleichzeitig plane, sind alle sieben Bereiche parallel zu bespielen." Sie sind geeignet für Events jeglicher Art und fassen Publikum zwischen zehn und 3000 Menschen. Leendertz sieht vor allem die besondere Architektur als Teil der Wertschöpfung. "Der Veranstaltungsmarkt heute präsentiert so viele Live-Events wie noch nie. Der Ticket-Umsatz steigt und die Besucher erwarten einfach mehr. Mehr Show, mehr Spannung, mehr Unterhaltung. Was zählt, ist Location, Location, Location." Krefeld verzichte damit auf austauschbare Neubauten. "Das Mies-van-der-Rohe-Objekt ist einzigartig."

Zur Finanzierung: Kosten soll es 32 Millionen Euro und könnte bereits Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Ähnlich wie beim Kongresszentrum von Gerald Wagener direkt auf dem Theaterplatz soll die Stadt als Mieterin auftreten. "Die Miete ist mit 1,67 Millionen etwas höher als bei Wagener, dafür gibt es viele Ansätze, die Kosten deutlich und nachhaltig zu reduzieren." Auch das soll Teil der Präsentation werden.

Gegen eine große Veranstaltungshalle auf dem Theaterplatz spricht für Leendertz, dass "dies keine Lösung für die Frequenz in die City ist. Ein dunkles Gebäude, das sich erst mit Leben füllt, wenn die Geschäfte zumachen. Klar, ein Hotel könnte Frequenz bringen, aber es ist nicht das, wovon die Einzelhändler träumen."

Die sieben Bereiche auf dem Gelände des Mies van der Rohe-Parks bezeichnet Leendertz als das Eventquartier. Insgesamt sieht der Geschäftsmann allerdings "erweitert um die Eissporthallen einen Event-Sektor, für den wir auch gute Lösungen in Sachen Parken entwickelt haben." Dem Vernehmen nach sind Vertreter der Politik sehr überzeugt von dem Leendertz-Modell. Für das Seidenweberhaus müsste so eine separate Lösung gefunden werden. Alle Details erfahren Interessierte am Donnerstag, 24. August, im Mies-van-der-Rohe-Businesspark, Girmesgath 5. Einlass ist ab 18.30 Uhr, los geht's um 19 Uhr.

Es wird gebeten sich unter: info@mies-van-der-rohe.com" vorab anzumelden.

Quelle: RP
 
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