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Krefeld
Linner Museumsfreunde: Alles begann mit einer Flasche Sekt

Krefeld. Der Förderverein engagiert sich seit 40 Jahren für die Linner Museen.

Der Verein Freunde der Museen Burg Linn hat sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Im voll besetzten Rittersaal der Burg erinnerte die ehemalige Museumsleiterin Professor Renate Pirling an die Anfänge des Vereins: Im Herbst 1975 habe sie im Kulturausschuss gebeten, für die Publikation eines Burgführers dem Museum einen kleinen Zuschuss zu gewähren. "Das wurde abgelehnt und ich war bitter enttäuscht. Heute können wir froh sein, dass es so kam", so Pirling. Denn nach dieser Sitzung kam Ratsfrau Helgard van Hüllen und schlug vor, einen Förderverein zu gründen. Aus ihren Tagebuchaufzeichnungen fasste Pirling die Ereignisse zusammen.

Am 6. Februar 1976, einem eiskalten Tag, habe sie eine Flasche Sekt auf eine Fensterbank ihrer Dienstwohnung in der Zehntscheune von Burg Linn gestellt. Sie und drei CDU-Frauen trafen sich, um die Gründung auf den Weg zu bringen. Ein Frauenclub sollte es aber nicht bleiben - und so fanden sie auch männliche Mitstreiter. Am 8. Februar stellte Pirling dann zwei Sektflaschen auf ihre Fensterbank, die auch bald geleert wurden, denn der Verein konnte gegründet werden. Die erste Sitzung war am 25. Mai.

Die Vorsitzende der Freunde der Museen Burg Linn, Heide Gerritzen, dankte den Vereinsgründern. Einige von ihnen waren bei der Feierstunde anwesend. In den vergangenen 40 Jahren haben die Förderer das Deutsche Textilmuseum und das Museum Burg Linn tatkräftig und finanziell unterstützt. Einnahmen durch Führungen und den Bücherbasar ermöglichen Anschaffung und Publikationen für beide Häuser. Oberbürgermeister Frank Meyer würdigte das Engagement: "Auch für Restaurierungen kommen Sie auf - und immer wieder sorgen Sie mit Großprojekten wie der Schiffshalle oder dem Meißner Glockenspiel für Aufsehen".

"Die Sammlung ist das Herzstück eines jeden Museums", betonte Isa Fleischmann-Heck vom Textilmuseums Krefeld. Der Verein helfe dem Museum mit vielen kleinen Spenden, aber auch bei großen Anschaffungen und Ankäufen wie eine seltene Chenille-Stickerei des 19. Jahrhunderts. Die Burg konnte ankaufen, Bilder restaurieren sowie einen Film über das römische Kastell produziert lassen. Außerdem soll eine Rekonstruktion des fränkischen Fürstenschwerts möglich werden.

Quelle: RP
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