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Krefeld
Lkw beschädigen Gehwege am Zollhof

Krefeld: Lkw beschädigen Gehwege am Zollhof
Ein bekanntes Problem in Uerdingen: Die Zufahrt zum Zollhof ist für große Lkw schwierig. Beim Rangieren beschädigen sie das Pflaster der Gehwege, die Steine werden, wie links im Bild, zur Gefahrenstelle für Fußgänger. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Die Zufahrt zum Hafenzoll ist für 40-Tonner problematisch. Beim Rangieren werden Bürgersteige zerstört. Von Otmar Sprothen

Die Randsteine wurden niedergedrückt, die Platten des Bürgersteigs weisen schräg nach oben. Dort, wo die Dujardinstraße in den Platz am Uerdinger Zollhof mündet, ist der Bürgersteig von rohen Kräften zerwalkt und stellt für Fußgänger eine ständige Gefahr dar. Gerade erst hat sich der Uerdinger Heimatbund in dem lange leerstehenden historischen Bügeleisen-Gebäude am Zollhof einen wirklich vorzeigbaren neuen Standort verschafft, da zeigt sich der langjährige Vorsitzende Elmar Jakubowski nachhaltig verärgert. "Solche Schäden passieren alle paar Wochen, und dann kann die Stadt die Gefahr wieder beseitigen", schimpft Jakubowski. "Neulich ist in der Dämmerung ein Besucher des Heimatbundes wegen der Beschädigungen des Bürgersteigs zu Fall gekommen."

Es sind die großen 40-Tonner, die den am Zollhof untergebrachten Hafenzoll aufsuchen müssen. Der eingeschränkte Straßenraum reicht nicht aus, um eine saubere Kurve zu drehen. Also müssen die Fahrer rangieren. Auch sind die beiden Zufahrtsmöglichkeiten, eine von der Niederstraße her und die andere über die Dujardinstraße, für große Lkw nur sehr schwierig zu benutzen, zumal wenn es sich um ortsfremde Fahrer handelt. Parkende Wagen engen die Dujardinstraße zusätzlich ein.

Wenn sich dort zwei Laster begegnen, geht gar nichts mehr. Dann müssen die großen Lkw rangieren. Der Platz zum Rangieren reicht nicht aus wegen der vielen parkenden Autos auf dem Gebiet der früheren Rhine-Side-Gallery, zu denen auch die Autos der Schüler der Zollschule gehören, die ebenfalls am Zollhof untergebracht ist. Das Problem ist seit langem bekannt. Im vergangenen Jahr erst hat die Bezirksvertretung (BZV) Uerdingen einstimmig bei der Stadt Krefeld angeregt, sich des Problems anzunehmen. Bisher ist nichts passiert. Für die Verwaltung des Hafens, zu der das Gebiet gehört, reicht die geringe Zahl an Zollabnahmen nicht aus, um eine kostspielige Umsetzung des Hafenzolls durchzuführen.

Zuständig für die Zollhausimmobilie ist Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Diese weigert sich nach Aussage von Bezirksvorsteher Jürgen Hengst, das Problem anzupacken. In diesem Jahr steht eine turnusmäßige Überprüfung des Uerdinger Hafenzolls durch die BImA an. Dann soll die missliche Verkehrsführung für Zollbenutzer abermals zur Sprache gebracht werden. Hierzu will die BZV Uerdingen an die Stadt herantreten und sie bitten, zur Entspannung der Lage aktiv zu werden.

Quelle: RP
 
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