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Krefeld
Logistikriese baut den Knoten Krefeld aus

Krefeld: Logistikriese baut den Knoten Krefeld aus
Der neu eröffnete Hauptumschlagplatz für Stückgut in Fischeln erspart dem Logistiker DSV ineffiziente - weil nur halb beladen - Lkw-Fahrten. FOTO: DSV
Krefeld. Krefeld wird zu einem der Hauptumschlagplätze für den internationalen Sammelgutverkehr. Der dänische Logistikriese DSV eröffnete in dieser Woche im Fischelner Süden einen so genannten Hub - nach Stuttgart der zweite in Deutschland. Mit diesem neuen Logistik-Knotenpunkt steigert das Unternehmen mit 6,8 Milliarden Euro Jahresumsatz seine Effizienz und spart damit 28 Prozent der bisherigen Wegstrecken ein. Von Norbert Stirken

Es ist nun gut ein Jahr her, dass der Transport- und Logistikdienstleister DSV den knapp 70 Millionen Euro teuren Standort in Krefeld bezogen hat. Auf dem 168.000 Quadratmeter großen Grundstück verfügt das Logistikobjekt über eine Gesamtfläche von 78 300 Quadratmetern, davon 57 200 Quadratmeter Lagerfläche, eine 13 000 Quadratmeter messende nunmehr als Hub genutzte Umschlaghalle und 6600 Quadratmeter Bürofläche. DSV verfügt zudem über die Option, die Umschlaghalle und damit den Hub um 5000 Quadratmeter zu erweitern.

"Wir stärken mit der Eröffnung des Hubs den Krefelder Standort", betonte Unternehmenssprecherin Sarah Teschner im Gespräch mit unserer Redaktion. Dort bündele der Transport- und Logistikdienstleister seine Warenströme für den internationalen Sammelgutverkehr - mit gezielten Routen und festen Laufzeiten. Ab sofort wickele DSV Road Stückguttransporte innerhalb Europas über den zentralen Hub in Fischeln ab. Es sei nach Schwieberdingen (Stuttgart) bereits das zweite seiner Art und solle als sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Direktverkehren innerhalb Europas sowie dem ersten Hub dienen - dies gilt insbesondere für die Abwicklung von Sammelguttransporten von und nach Westeuropa sowie Nord- bzw. Nordosteuropa, berichtete die Sprecherin.

Der internationale Logistikmulti DSV hat in Krefeld erstmalig in Deutschland alle drei Firmensparten an einem Standort gebündelt. Nach einjähriger Bauzeit hat DSV mit den Divisionen Straße (Road), Luft und See (Air and Sea) sowie Dienstleistungen (Solutions) im August 2015 mit 600 Beschäftigten sein neues Quartier bezogen. FOTO: Habacker Holding

Durch den neuen Knotenpunkt sparten Lkw bis zu 28 Prozent ihrer bisherigen Wegstrecke, was effizientere Transportabläufe mit sich ziehe. Ein europäischer Hub biete zum einen den Vorteil, dass auch kleinere Länder einen direkten Zugang zum gesamten europäischen DSV Road-Netzwerk mit über 200 Depots in 32 Ländern erhielten und schaffe zum anderen für größere Länder und Standorte eine Overflow-Möglichkeit bei saisonalen Hochphasen, informierte Teschner.

"Unsere Erwartung ist, dass neben allen angebundenen Depots insbesondere der Standort Krefeld selbst mit seiner zentralen Lage in Nordrhein-Westfalen massiv von dem neuen Europa Hub profitieren wird", erklärte Kay Kleinhans, Director Network DSV Road Holding A/S. Aufgrund seiner Nähe zum bereits etablierten Gewerbegebiet Europark Fichtenhain, unmittelbar an der A57 und unweit des Düsseldorfer Flughafens gelegen, sei der zentrale NRW-Standort infrastrukturell ideal angebunden. DSV Road könne in der 12.000 Quadratmeter großen Cross-Docking-Halle Sendungen besonders schnell umschlagen. Grund dafür sei die eingebaute Flurförderkette, mit der Paletten auf Hubwagen durch die Halle befördert würden. Durch den gleichmäßigen Fluss der Ware können Abläufe genau getaktet und Prozesse optimiert werden. Bei Bedarf stehe eine Fläche für zusätzliche 5000 Quadratmeter zur Verfügung. DSV verfüge über ein eigenes Sammelgutnetzwerk, das heißt, dass Stückgutsendungen aus ganz Europa an einem Sammel- und Knotenpunkt zusammengefasst und in alle Richtungen weiter an ihr finales Ziel transportiert würden. Krefeld diene im Rahmen des Stückgutversandes als Schnittstelle innerhalb Europas: Zu Beginn würden 26 Länder mit 42 Standorten aufgeschaltet - sukzessive folgten weitere Standorte. "Die meisten Routen verfügen über tägliche Abfahrten. Unsere Kunden profitieren von fest getakteten Fahrplänen mit verbindlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten. Das ermöglicht nicht nur eine sichere und zeitliche flexible Planung, sondern erfüllt auch unseren hohen Qualitätsanspruch an unsere Transportdienstleistungen", erklärt Sören Schmidt, Chief Exekutive Officer (CEO) DSV Road Holding A/S.

Quelle: RP
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