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Marc Blondin - der CDU-Kandidat

Marc Blondin - der CDU-Kandidat
Marc Blondin, CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 48. FOTO: Lammertz
Krefeld. Marc Blondin ist der CDU-Kandidat für den Wahlkreis 48 - und er gehört vielleicht zu den am meisten unterschätzten Politikern in Krefeld. Von Jens Voss

Der 45-Jährige ist Parteivorsitzender der CDU Krefeld und hat dieses Amt im November 2012 in schwieriger Zeit übernommen - nämlich nach der fast historischen Niederlage der Krefelder CDU bei der Landtagswahlwahl im Mai 2012. Blondin löste das CDU-Urgestein Winfried Schittges ab, der seinen Wahlkreis bei der Landtagswahl überraschend an die SPD-Herausforderin Ina Spanier-Oppermann verloren hatte. Schittges war 26 Jahre lang CDU-Vorsitzender gewesen. Die Partei war verunsichert; es gab nicht wenige, die Blondin die neue Aufgabe nicht recht zutrauten - doch niemand anderes wollte den Job machen. Der Zweifel fand Ausdruck in einer Kampfabstimmung um die CDU-Landtagskandidatur. CDU-Ratsherr Michael Zecha - in Partei und Fraktion hochgeschätzt - trat gegen Blondin an. Doch Blondin setzte sich unerwartet deutlich schon im ersten Wahlgang mit 33 zu 21 Stimmen gegen Zecha durch. "Ich bin oft unterschätzt worden", hatte Blondin zuvor in seiner durchaus kämpferischen, überraschend guten Bewerbungsrede gesagt.

Blondin überstand auch die K3-Krise; die Angriffe des Konservativen Kreises Krefeld (K3), der eine konservative Wende in der CDU anstrebt und Etablierten wie Blondin Profillosigkeit vorwarf. Blondin strebte einen Parteiausschluss des K3-Gründers Gerald Wagener an; das misslang. Am Ende schlossen beide eine Art Burgfrieden - und obwohl es Skeptiker gab, die glaubten, Blondin hätte K3 schlicht ignorieren sollen, wäre der Flurschaden samt Verlust an Selbstachtung wohl größer gewesen, wenn Blondin sich weggeduckt hätte.

Weggeduckt hat er sich auch nicht bei einem anderen Thema: bei der Flüchtlingskrise. In seinem Heimatort Traar hat er als Bürgervereinsvorsitzender dafür geworben, die Flüchtlinge, die dort in einer Traglufthalle untergebracht worden waren, anständig zu empfangen. So ist Blondin von Krisen durchgerüttelt - aber er steht und ist trotz aller Turbulenzen Kandidat seiner Partei. Als politische Schwerpunkte benennt er die Themen Innere Sicherheit, Förderung des Ehrenamts, des Brauchtums und des Sport.

Geboren wurde er in Uerdingen, ist wohnhaft in Traar. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er hat Bankkaufmann gelernt und arbeitet als Versicherungsfachmann. Seit 1991 ist er Mitglied der CDU - die Leistung Helmut Kohls für die Wiedervereinigung habe ihn zu diesem Schritt bewogen, hat er einmal erklärt. Er war stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union, seit 1999 Ratsherr und war Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Traar/Verberg, bevor er zum Parteichef aufstieg.

Als Hobbys nennt er das Stichwort Vereinsleben; neben dem Vorsitz im Bürgerverein Traar ist er auch aktiv im Bürgerschützenverein Traar 1850 e.V.. Er ist KEV-Fan, liest und spielt gerne mit seinen Kindern. Als politische Schwerpunkte nennt er die Punkte Innere Sicherheit, Förderung des Ehrenamts, des Brauchtums und des Sports.

Quelle: RP
 
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