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Krefeld
Marcelli-Kreuzung: Container könnte helfen

Krefeld: Marcelli-Kreuzung: Container könnte helfen
Die Probleme beim Abbiegen an der so genannten Marcelli-Kreuzung sind ein Dauerthema. Mit Pollern sollte das Überfahren des Gehwegs verhindert werden. Die Hindernisse wurde immer wieder zerstört und entfernt. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. In einer gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretungen Nord und Ost stellte die Verwaltung Möglichkeiten vor, wie die Verkehrsproblematik an der Kreuzung Moerser Straße, Heyenbaumstraße und Hökendyk zu lösen sein könnte. Von Christine van Delden

Zum ersten Mal in Krefeld tagten zwei Bezirksvertretungen gemeinsam: Die Bezirksvertretungen Nord und Ost trafen sich zu einer Sondersitzung, deren einziger Tagesordnungspunkt darin bestand, im Verbund mit Verwaltung, SWK und Bürgervereinen die Problematik der Verkehrsführung an der Kreuzung Moerser Straße, Heyenbaumstraße und Hökendyk, der sogenannten Marcelli-Kreuzung, zu lösen. An dieser Kreuzung stoßen die beiden Bezirke aneinander, so dass eine gemeinsame Lösung gesucht wird.

Bevor es konkret um die Marcelli-Kreuzung ging, stellte Andreas Horster, Abteilungsleiter der Abwasserentsorgung der SWK, die geplanten Kanalbauarbeiten an der Moerser Straße vor. Sie werden ab September für etwa eineinhalb Jahre von der Palmstraße bis zur Heyenbaumstraße durchgeführt und betreffen damit unmittelbar auch die Marcelli-Kreuzung.

Parallel zu der jetzigen Fahrbahn der Moerser Straße in Höhe Hohen Dyk bis Heyenbaumstraße wird eine Baustraße für die Zeit der Kanalbauarbeiten geplant, die mit einer provisorischen Behelfsbrücke an der Marcelli-Kreuzung wieder in die Moerser Straße münden wird. Da sich diese provisorische Brücke in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, muss das Bauwerk nach Abschluss der Kanalbauarbeiten wieder zurückgebaut werden. Es handelt sich bei diesem Schritt um eine Auflage der Landschaftsschutzbehörde.

Die Idee einer Brücke nahm auch Kurt Schröder vom Fachbereich Tiefbau, Straßenplanung, Ingenieur- und Wasserbau auf und präsentierte einen "kreativen Lösungsvorschlag", so Bezirksvorsteherin Krefeld-Nord, Gisela Klaer. Da die Moerser Straße an der fraglichen Stelle nur eine Verbreiterung um rund 1,30 Meter nach Westen zulässt und der Abflussquerschnitt des vorhandenen Grabens nicht verkleinert werden soll, schlug er den Bau einer Grabenbrücke vor, die durch einen großen See-Container gebildet werden soll. Schröder stellt sich vor, dass man dessen kurze Stirnseiten entfernt und auf diese Weise einen gesicherten Fuß- und Radweg erhält und zudem eine vergleichsweise preiswerte Lösung. Dieser Vorschlag stieß nicht auf spontane Begeisterung, aber dennoch wurde er für bedenkenswert erachtet.

Beide Bezirksvertretungen einigten sich darauf, folgende Varianten in Verbindung mit der Verwaltung zu prüfen: Ob die von den SWK erstellte provisorische Brücke so auszubauen wäre, dass sie nach den Kanalbauarbeiten bestehen bleiben könnte - vorausgesetzt, man verständigt sich mit der Landschaftsschutzbehörde. Ob eine Verlängerung des Durchlasses möglich ist; ob sich der Fuß-/Radweg nach Absprache mit der Landschaftsschutzbehörde in das Landschaftsschutzgebiet verbreitern ließe und ob der See-Container eine denkbare Lösung darstellen könnte.

Quelle: RP
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