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Krefeld
Marienschüler starten mit Foodtruck durch

Krefeld: Marienschüler starten mit Foodtruck durch
Lukas Stappmann (links) hat ein duales Studium "Food & Management" absolviert, Tim Gebauer ist Betriebswirt - und zusammen sind sie Besitzer des Wunderwerk Foodtrucks. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die beiden Schulfreunde Lukas Stappmann und Tim Gebauer haben seit dem Abitur zielstrebig auf ihren Traum vom eigenen Restaurant hingearbeitet. Jetzt wagen sie mit dem Speisewagen "Wunderwerk" den Sprung in die Selbstständigkeit. Von Christine van Delden

Stolz präsentieren Tim Gebauer und Lukas Stappmann ihren "Speisewagen". Er ist das Herzstück ihres mobilen Cateringservices "Wunderwerk", und seine nicht unbedingt glamouröse Vergangenheit als schlichter Imbisswagen ist allenfalls nur noch zu ahnen. Die beiden 24-jährigen Gründer haben ihn mit Fantasie, Ideen und Geschick um- und ausgebaut. Von außen präsentiert er sich in edlem Schwarz-Weiß; innen entstand eine moderne mobile Küche mit viel Liebe zum Detail. Mit diesem Mobil sind sie nun bereit, sich unter die Street-Food-Szene zu mischen. Aber nicht nur, denn sie bieten zugleich einen Cateringservice für private Feiern an.

"Die Idee, dass wir uns in der Gastronomie selbstständig machen wollen, existiert schon lange in uns", berichten die beiden jungen Unternehmer übereinstimmend. "In der 11. Klasse waren wir im Rahmen eines Schüleraustauschs für ein Jahr in Australien und haben dort in einem Restaurant ein Mongolian Barbecue kennengelernt. Das hat uns absolut begeistert und inspiriert." Nach ihrem Abitur an der Marienschule in Krefeld hat sich der berufliche Werdegang jeweils an diesem Traum orientiert: Tim Gebauer ist Betriebswirt und parallel zu seinem eigenen Geschäft in einer Düsseldorfer Unternehmensberatung für Gastronomie tätig. Lukas Stappmann hat ein duales Studium in Food & Beverage Management absolviert und dazu in einem Restaurant mit eigenem "Foodtruck" gearbeitet. Diese unterschiedlichen Erfahrungen bringen beide in ihr eigenes Geschäft ein: Während Lukas Stappmann eher für das operative Geschäft zuständig ist, kümmert sich Tim Gebauer in der Hauptsache um Zahlen und Buchführung. Trotzdem ließ sich der Wunsch vom eigenen Restaurant dann doch nicht so ohne Weiteres umsetzen: "Da fehlte uns schlicht das nötige Startkapital." Mit ihrem "Speisewagen" kommen sie ihrem Traum sehr nah, und ihre Begeisterung für die neue Aufgabe ist den beiden anzumerken: "In der Küche haben wir uns schon immer wohl gefühlt. Wir sind beide sehr experimentierfreudig und probieren gerne neue Kräuter oder Gewürze aus."

Im "Speisewagen" stellen Wraps und Salate das Hauptangebot dar. Gefüllt mit gebratenem Gemüse - oder Obst für die süße Variante - mit verschiedenen Gewürzen, frischen Kräutern und hausgemachten Soßen. Dazu wird es sogenanntes "pulled chicken" geben: "Das ist Hähnchen, das lange - bis zu zwei Stunden - gegart wird, bis es ganz zart wird. Dann wird es mit der Gabel auseinandergezupft und kommt in die Wraps - das ist köstlich", schwärmen Stappmann und Gebauer. Sie legen großen Wert darauf, dass sie ihre Produkte möglichst regional beziehen.

Nicht nur über die Zusammensetzung ihrer Wraps und Salate haben die beiden sich lange Gedanken gemacht, sondern auch über deren Verpackung: "Uns ärgert immer der ganze Müll, der auf Street-Food-Festivals anfällt, deshalb haben wir uns für eine biologisch abbaubare, kompostierbare Umverpackung entschieden - auch wenn das für uns etwas teurer ist." Obwohl Tim Gebauer und Lukas Stappmann erst gerade mit ihrem "Wunderwerk" beginnen, bekommen sie schon etliche Anfragen. Die Webseite ist im Aufbau, aber über die sozialen Medien läuft die Vermarktung bereits an - im wahren Sinne als "Mund zu Mund-Propaganda".

Quelle: RP
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