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Krefeld
Marketingspezialisten loben "Ailton-Effekt"

Fotos: Ailtons erstes Spiel in der sechsten Liga
Fotos: Ailtons erstes Spiel in der sechsten Liga FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. "Eine Legende kehrt zurück – der KFC Uerdingen" – unter diesem Motto hatte der Marketing-Club zu einem Diskussionsabend mit KFC-Boss Agissilaos Kourkoudialos (kurz Lakis) und KFC-Marketingleiter Klaus Becker geladen.

Es sollte ein Abend für den KFC Uerdingen werden. Von Sponsoring und Netzwerkaufbau war zu Beginn die Rede. Doch der Diskussionsabend entwickelte sich zu einem langen Werbevortrags des Turn- und Sportvereins Haltern, der eine ähnliche Entwicklung durchlaufen hat wie der Krefelder Fußballverein. Die fast 150 Gäste zeigten sich enttäuscht: "Das Beispiel von Haltern ist lobenswert, aber der KFC hätte heute mehr im Mittelpunkt stehen sollen", sagte der geschäftsführender Vorsitzender des Marketing-Clubs Krefeld, Friedrich R. Berlemann.

Der "Ailton-Effekt" in Krefeld ist riesig: mehr Zuschauer in der Grotenburg, nationales und internationales Medieninteresse, gestiegener Umsatz durch Fanartikel und Ailton-Trikots. "Aus Marketingstrategischer Sicht hätte ich Ailton auch nach Krefeld geholt. Er ist eine Symbolfigur", sagte Olaf Dors vom Marketing-Club Krefeld, der die Veranstaltung organisiert hatte. Für den Marketingleiter des KFC war die Verpflichtung des brasilianischen Fußballstars richtungsweisend: "Er bot uns die Chance, weitere Top-Spieler zu verpflichten. Seine Verpflichtung bewies, dass wir es ernst meinen mit unserem Ziel." 2015 will der KFC Uerdingen wieder in der dritten Liga spielen. Dennoch, auch eine Legende braucht Geld.

Das wurde an dem Abend öfters betont. Lakis' Präsentation vermittelte den Eindruck, dass das Marketingkonzept des KFC-Boss professionell und wirksam ist. "Der KFC hat jemanden gefunden, der mit Herzblut etwas aufbauen will, was schon einmal da war. Die Strukturen des Vereins sind professionell, es gibt eine vernünftige Infrastruktur, und Ailton ist perfekt in die Kommunikation eingebracht worden", lobte Hans-Jörg Zech, der geschäftsführende Gesellschafter der Zecco Sportvermarktung. Er gehört zu einem Team, das den Bezirksligisten TuS Haltern mit Christoph Metzelder als Zugpferd nach der Insolvenz im Sommer 2008 wieder zu der ehemaligen Nachwuchsschmiede aufgebaut hat. Hilfe von außen scheint der KFC Uerdingen momentan also nicht zu benötigen. Anders als die Krefeld Pinguine, aber die haben auch keinen Ailton.

Quelle: RP
 
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