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Krefeld
Mehr Unfälle, mehr Verunglückte
Verkehrsrowdys und Vorbilder - hier sind sie unterwegs
Verkehrsrowdys und Vorbilder - hier sind sie unterwegs FOTO: dapd, dapd
Krefeld. Die gestern vorgestellte Verkehrsunfallbilanz 2011 für Krefeld stellt gegenüber 2010 eine Verschlechterung dar. Die Polizei führt dies auf das gute Wetter im Herbst zurück.

Karl Josef Klauer, Chef der Verkehrsdirektion: "Bis zum Sommer hatten wir gute Zahlen, erst ab Herbst stieg mit dem guten Wetter und vielen Verkehrsteilnehmern die Zahl der Unfälle." Er skizzierte gestern die großen Entwicklungen.

UNFÄLLE 7888 Unfälle gab es in 2011, 174 mehr als in 2010. Die Zahl der Verunglückten stieg von 907 auf 932. UNFALLURSACHEN Überraschend: Die Hauptunfallursache ist in Krefeld das Abbiegen und Wenden (31 Prozent aller Hauptunfallursachen) sowie die Vorfahrtsregel (28 Prozent), nicht etwa überhöhte Geschwindigkeit (sechs Prozent) wie in vielen Landkreisen.

VERUNGLÜCKTE 932 Verkehrsteilnehmer verunglückten in Krefeld in 2011. 42 Prozent davon waren Radfahrer, 28 Prozent Autofahrer, 15 Prozent Fußgänger und 13 Prozent waren Motorradfahrer.

KINDERUNFÄLLE Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Unfälle mit Kindern, von 87 im Jahr 2010 auf 98 im Jahr 2011. Polizeipräsident Rainer Furth betont aber, dass dies im Vergleich zu den Vorjahren immer noch ein niedriger Stand ist und führt dies auf die Aktion "Krefelder Fairkehr" zurück. Ein Wissenschaftler hatte festgestellt, dass ein Mindestwert von 75 Unfällen mit Kindern pro Jahr kaum unterschritten werden könne. SENIORENUNFÄLLE Gesunken ist hingegen die Zahl der verunglückten Senioren auf Krefelds Straßen, von 133 auf 125 im vergangenen Jahr. 61 Prozent der Senioren sind auf dem Fahrrad verunglückt. 17 Prozent waren Fußgänger, 18 Prozent Autofahrer.

Quelle: RP/rl
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