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Krefeld
Messer investiert groß in China

Krefeld: Messer investiert groß in China
Das neue Spezialgase-Werk im ostchinesischen Suzhou soll künftig als Produktions- und Logistikzentrum von Messer in China dienen. FOTO: Messer
Krefeld. Der Krefelder Industriegasespezialist Messer setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort. Allein in diesem Jahr hat das Familienunternehmen erhebliche Investitionen in Slowenien, Belgien, China, Slowakei und Estland bekannt gemacht. Nun ist es erneut China. Messer nimmt 33 Millionen Euro in die Hand. Von Norbert Stirken

China ist ein Riesenmarkt. Der Krefelder Industriegasespezialist Messer investiert entsprechend, um seine gute Position auszubauen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, produziert es nun Spezialgase auch im ostchinesischen Suzhou, in der Provinz Jiangsu. Von dort aus würden Unternehmen aus der Elektronikindustrie beliefert, insbesondere die Hersteller von Flachbildschirmen, Halbleitern, LEDs und Fotovoltaik. Mit einer Gesamtinvestition von 33 Millionen Euro solle das neue Werk künftig als Produktions- und Logistikzentrum von Messer in China dienen, teilte eine Sprecherin gestern mit. Gase wie Stickstoff oder Sauerstoff und spezielle hochreine Gasgemische für die Elektronikindustrie würden immer da produziert, wo sie benötigt werden. Messer hat Produktionsstätten in 30 Ländern in Europa und Asien und investierte allein in diesem Jahr in Estland, Slowenien, Slowakei, Belgien und erneut China. Im Juli nahm Messer eine neue Anlage für Edelgase im zentralchinesischen Panzhihua, Provinz Sichuan, in Betrieb. Im Jahr 2012 nahm Messer seine erste Edelgasanlage in China in Betrieb - in Xiangtan in der südchinesischen Provinz Hunan. Mit einer zusätzlichen Jahresproduktionskapazität von 5000 Kubikmetern Krypton und 450 Kubikmetern Xenon bei einem Reinheitsgrad von 99,999 Prozent in Panzhihua ist Messer nun der größte Hersteller von hochreinem Krypton und Xenon in China.

Das neue Werk für Spezialgase im ostchinesischen Suzhou, in der Provinz Jiangsu, sei mit hochmodernen Produktions- und Reinigungseinrichtungen sowie einer zusätzlichen Abfüllstation ausgestattet. Jährlich könnten dort 600 Tonnen Stickstoffoxydul (N2O) mit einer Reinheit von 99,9995 Prozent und andere hochreine Gase für elektronische Anwendungen produziert werden, beispielsweise Silan (SiH4), Ammoniak (NH3) und Wasserstoff sowie verschiedene Gasgemische.

"Die Investition in eine neue Produktionsstätte unterstreicht das Bekenntnis zur Wachstumsstrategie von Messer. Außerdem nutzen wir mit dieser Entscheidung unsere Entwicklungschancen und reagieren flexibel auf den veränderten Gase-Bedarf unserer Kunden", sagt Werner Hickel, Geschäftsführer von Messer in China.

Bereits im Jahr 1998 habe Messer ein eigenes Spezialgasewerk in Wujiang bei Suzhou gegründet, berichtet eine Sprecherin. Die neue Anlage jetzt sei ein wichtiger Meilenstein und stärke Messers Position als führender Spezialgase-Lieferant im chinesischen Markt. Vor allem aber ermögliche die Investition von 33 Millionen Euro eine Deckung der gestiegenen Kundennachfrage.

Quelle: RP
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