| 09.48 Uhr

Vor dem Krefelder Rathaus
Meyer setzt Zeichen gegen Atomwaffen

Krefeld. Ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen hat Oberbürgermeister Frank Meyer zusammen mit den Bürgermeisterinnen Gisela Klaer und Karin Meincke vor dem Krefelder Rathaus gesetzt. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses "Mayors for Peace" appellieren die Bürgermeister an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

"Es ist wichtig, dass wir dieses Thema immer wieder ansprechen", sagte Frank Meyer in seiner kurzen Rede. "Die Städte und Gemeinden senden damit das Signal: Macht Schluss mit Atomwaffen - und kämpft weiter, dass die Welt atomwaffenfrei wird!" Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage sprechen sich 93 Prozent der Bundesbürger für ein völkerrechtliches Verbot der Atomwaffen aus.

Laut "Mayors for Peace" existieren derzeit immer noch rund 16.000 Atomsprengköpfe auf der Welt. 200 Städte nehmen in diesem Jahr deutschlandweit an der Aktion teil. Sie erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag - das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen - vom 8. Juli 1996.

Darin heißt es, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Das Gutachten ist zwar nicht bindend, aber dennoch von großer Bedeutung: Die Staaten der Weltgemeinschaft werden an ihre "völkerrechtliche Verpflichtung" gemahnt, ernsthafte Verhandlungen zur Beseitigung von Kernwaffen aufzunehmen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Vor dem Krefelder Rathaus: Meyer setzt Zeichen gegen Atomwaffen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.