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Krefeld
Mieten in Krefeld rund drei Prozent gestiegen

Krefeld. Hochpreisige Wohnungen sind für durchschnittlich neun Euro pro Quadratmeter zu bekommen.

In Krefeld hat es beim Wohnungsmarkt in den vergangenen zwölf Monaten einige Veränderungen gegeben. Zu diesem Ergebnis kommt der LEG-Wohnungsmarktreport NRW für das Jahr 2016. So verlangten die Vermieter bei Neuabschluss eines Mietvertrags zwischen April 2015 und März 2016 mit durchschnittlich 6,29 Euro pro Quadratmeter und Monat eine um 2,9 Prozent höhere Kaltmiete als ein Jahr zuvor. Günstige Wohnungen wurden im Mittel für 4,86 Euro pro Quadratmeter angeboten, dies waren 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Hochpreisige Wohnungen waren für durchschnittlich 9,03 Euro pro Quadratmeter zu haben - ein Anstieg um 1,3 Prozent. Zum Vergleich: Im nordrhein-westfälischen Durchschnitt waren 6,38 Euro pro Quadratmeter für eine mittlere Wohnung fällig, günstige Wohnungen gab es für 4,44 Euro und die obere Preisklasse erreichte 11,98 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das ergab der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016, eine Untersuchung der Wohnungsmärkte aller 864 Postleitzahlgebiete Nordrhein-Westfalens, die seit 2010 zum sechsten Mal im Auftrag des Wohnungsunternehmens LEG in Kooperation mit dem Immobilienberatungsunternehmen CBRE durchgeführt wurde. In Krefeld wurden im Zeitraum von zwölf Monaten mehr als 4.500 Mietangebote erfasst und ausgewertet.

Krefelds höchstes Mietniveau verzeichnete der mittlere Norden der Stadt mit dem Hülser Berg, Verberg, Traar und Uerdingen. Hier erreichte der Mittelwert der Angebotsmieten 7,75 Euro. Rang zwei ging mit 7,29 Euro pro Quadratmeter an das Postleitzahlgebiet 47800 (Bockum, Stadtmitte, Gartenstadt, Verberg). Auch je das obere und untere Marktsegment lag in diesem Gebiet auf dem stadtweit höchsten Niveau: Das teuerste Zehntel der Wohnungen wurde im Mittel für 11,11 Euro pro Quadratmeter angeboten, das preisgünstigste für 5,40 Euro. Die günstigsten Wohnungen in Krefeld gab es in Fischeln, wo die mittleren Angebotsmieten sich um die sechs Euro bewegten. Wohnungen der unteren Preisklasse waren dort noch teils deutlich unter fünf Euro pro Quadratmeter zu haben.

Die Mieter in der Krefelder City mit Stadtmitte, Inrath/Kliedbruch, Cracau (PLZ 47798) verfügten mit 2545 Euro über die bei weitem niedrigste mittlere Haushaltskaufkraft pro Monat. Die Wohnkostenquote, also der Anteil der Warmmiete einer Wohnung an der mittleren Kaufkraft, erreichte hier mit 23,9 Prozent einen entsprechend überdurchschnittlich hohen Wert, auch wenn die Wohnungen mit 64 Quadratmetern vergleichsweise klein und die Angebotsmieten mit 6,10 Euro pro Quadratmeter und Monat relativ gering waren. Genau umgekehrt verhielt es sich am südwestlichen Stadtrand in Fischeln, Hüls, Benrad-Süd, Forstwald (PLZ 47804): Die mittlere Kaufkraft war dort mit 4352 Euro die zweithöchste der Stadt, die mittlere Angebotsmiete von 5,88 Euro pro Quadratmeter und Monat dagegen die niedrigste. Das führte zu einer Wohnkostenquote von nur 14,7 Prozent. Insgesamt erreichte Krefeld im Schnitt eine Wohnkostenquote von 18,8 Prozent und eine Haushaltskaufkraft von 3.545 Euro. Die Wohnkostenbelastung war damit tendenziell höher als im nordrhein-westfälischen Durchschnitt (18,2 Prozent bei einer Haushaltskaufkraft von 3752 Euro).

Der Leerstand war in Krefeld 2014 mit 5,9 Prozent recht hoch und die Neubautätigkeit dementsprechend gering: Nur 224 Wohnungen wurden im Jahr 2014 fertiggestellt, eine Quote von lediglich 1,9 pro 1000 Bestandswohnungen. Die Zahl der Baugenehmigungen war 2014 mit 428 nahezu doppelt so hoch wie die Fertigstellungen. Die Bautätigkeit nimmt demnach zu.

Quelle: RP
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