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Krefeld
Ministerin zu Besuch in den Mies-Villen

Krefeld: Ministerin zu Besuch in den Mies-Villen
Bundesministerin Barbara Hendricks (l.) bei ihrem Besuch in den Museen Haus Esters und Haus Lange. Neben ihr steht die neue Leiterin der Krefelder Kunstmuseen, Katia Baudin. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Bundesministerin Barbara Hendricks besuchte am Samstag die 13. Krefelder Architekturtage. Sie begutachtete vor allem die Häuser Esters und Lange, deren Sanierung vom Bund mit 700.000 Euro gefördert wird. Von Mojo Mendiola

Über hohen Besuch durften sich die Seidenstädter am Samstag im Rahmen der 13. Krefelder Architekturtage freuen. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Häuser Esters und Lange auf der Wilhelmshofallee zu besuchen. Das von Mies van der Rohe stammende Villen-Ensemble wird derzeit baulich saniert, und diese Maßnahme wird aus ihrem Ministerium im Rahmen des Programms "Nationale Projekte des Städtebaus" mit 700.000 Euro gefördert.

OB Frank Meyer empfing Hendricks im Haus Lange und betonte in seiner kurzen Begrüßung, wie sehr die beiden Mies-Villen - anstatt dem Betrachter irgendwann zur Gewohnheit zu werden - immer wieder neue Herausforderungen aufwerfen, indem sie den dort gastierenden Künstlern nicht nur einfach als Ausstellungsräume dienen, sondern zu Inspirationsquelle und Teil der jeweiligen Ausstellungskonzeptionen selbst werden.

Katia Baudin, frischgebackene Leiterin der Krefelder Kunstmuseen, nutzte ihrerseits die Gelegenheit, den Reichtum des kunsthistorischen Erbes zu betonen, das sie gerade als Sachwalterin angenommen hat. Wie ihre großen Vorgänger Friedrich Deneken und Paul Wember will sie die Bevölkerung in die Museen hinein holen und mit den Museen in die Gesellschaft hinein wirken und sieht dabei gerade im Bauhaus-Jahr 2019 und im Mies-Erbe Krefelds eine große Chance. In Zeiten, in denen sich die Gesichter der Städte wieder einmal rapide und gravierend verändern, findet die Ministerin selbst es wichtig, Baudenkmäler zu haben, an denen man sowohl funktionale, als auch ästhetische Fragen klären und Maßstäbe entwickeln kann. So wie die klassische Moderne der Bauhäusler sich einst gegen verspielte Ornamentik abgegrenzt habe, so sagte sie, müsse man sich heute zum Beispiel von der auto-gerechten Stadt abwenden und unter neuen Gesichtspunkten neue Baumodelle entwickeln, wobei ihr die Einbeziehung von Haustechnik, Böden und Gärten ebenso wichtig sei wie Räume und Fassaden. Eva-Maria Eifert vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt übernahm schließlich die Aufgabe, die Ministerin, den Oberbürgermeister, Gerhard Hanisch, den offiziellen, und Klaus Reymann, den ehrenamtlichen Denkmalpfleger, sowie das interessierte Publikum durch die Gebäude und Gärten des insgesamt 14.000 qm großen Anwesens zu führen und im Detail zu erläutern, welche Instandsetzungsarbeiten gegenwärtig durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk liegt zum Beispiel auf Fenstern und Fensterläden.

Quelle: RP
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