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Krefeld
Modell der De-Greiff-Säule im Haus der Seidenkultur

Krefeld. Die Ausstellung "Vom Krähenfeld zur Seidenwelt" ist im Haus der Seidenkultur (HdS) um eine Attraktion reicher: ein rund 80 Zentimeter großes Holzmodell der Säule, die einst Cornelius de Greiff gewidmet war und am 22. August 1865 auf dem Ostwall in der Höhe der heutigen Hauptpost enthüllt wurde. Die Stadt erinnerte damit an den Seidenhändler und großen Wohltäter Krefelds. Auf einem kubischen Granitsockel erhob sich eine schlanke Säule aus Marmor, die mit einem bronzenen Greifen, dem selbst gewählten Wappentier de Greiffs, gekrönt war. Den Sockel zierten vier bronzene Reliefs, wovon eines folgende Inschrift trug: "Ihrem Wohltäter, Herrn Cornelius de Greiff, geb. am 8. Juni 1781, gest. am 16. April 1863, die dankbare Vaterstadt". Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Bronzeverzierungen zur Gewinnung der metallischen Rohstoffe eingeschmolzen. Bei einem Bombenangriff im Jahr 1943 wurde auch das übrige Denkmal weitgehend zerstört. Heute erinnern nur noch Säulenfragmente, die auf dem Betriebshof des Tiefbauamtes lagern, an das einst hoch aufragende markante Bauwerk.

Das Holzmodell der Säule hat Stadtumbaukoordinator Eckhard Lüdecke dem HdS als Leihgabe für die aktuelle Wechselausstellung über die Geschichte der Krefelder Mennoniten zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung "Vom Krähenfeld zur Seidenwelt" ist bis Ende Januar im HdS an der Luisenstraße 15 zu sehen, das sonntags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung (Tel.: 510812) geöffnet ist. Am Sonntag, 3. Januar, beginnt um 14 Uhr eine öffentliche Führung.

Quelle: RP
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