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Krefeld
Montage der Glasdächer für Ostwall verschiebt sich

Diese Millionenprojekte werden in Krefeld gebaut
Diese Millionenprojekte werden in Krefeld gebaut FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. Der Abschluss der Baustelle, der eigentlich für Juni geplant war, wird sich um drei Monate verzögern.

Eigentlich sollte die Stahlkonstruktion für das Glasdach der neuen Ostwallhaltestelle bereits ab Februar installiert werden - doch dieser Termin ist nicht zu halten. Die Stadt hat gestern zu einer Pressekonferenz für kommende Woche eingeladen, um über die Details zu berichten. Offenbar hat die spanische Firma, die das Glasdach herstellt, Probleme bei der Produktion. Die Fertigstellung der Baustelle, die für Juni geplant war, wird damit wohl erst im September erfolgen - noch knapp in der Amtszeit von Gregor Kathstede als Oberbürgermeister Krefelds.

Wie die Stadtwerke gestern auf Anfrage bestätigen, arbeiten sie zurzeit an neuen Fahrplänen, um Bus- und Bahnverkehr der neuen Lage anzupassen. Die Umleitungen für den Autoverkehr bleiben für die Dauer der Verzögerung bestehen.

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Der Begriff "Glasdach" ist eine Untertreibung: In die Konstruktion des 3,3 Millionen teuren "Dachs" sind die Oberleitungen für die Straßenbahnen integriert. Die Stahlpfosten, die jetzt schon am Ostwall zu sehen sind, haben nach Auskunft der Stadt nichts mit dem Glasdach zu tun.

Das Dach wird zwölf Meter breit und 125 Meter lang werden. Der Prototyp von einem der Segmente ist bereits geliefert und auf dem Gelände der Stadtwerke montiert. Die Spanier gelten als renommiertes Unternehmen für Aufträge dieser Art.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Ostwall-Haltestelle liegen bei 20,7 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt beträgt 11,3 Millionen Euro - 9,1 Millionen kommen vom VRR. Auf den Gleisbau entfallen 5,3 Millionen Euro, der Straßenbau inklusive Ausstattung schlägt mit 4,4 Millionen Euro zu Buche; die Überdachung liegt bei 3,3 Millionen Euro. Die Planung hat 2,5 Millionen Euro gekostet, rund fünf Millionen Euro entfallen auf Bahn- und Betriebstechnik und die restlichen Anlagen.

Über den Umbau ist Jahrzehnte debattiert worden - im Dezember 2009 wurde er mit der Mehrheit von CDU und Grünen beschlossen.

(vo)
 
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