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Krefeld
Montessori-Schüler konstruieren GPS-gesteuerte Schiffe

Krefeld. Florentine Hartwig und Hagen Pesch nahmen an der Akademie für Schüler mit besonderem Interesse für Mathe und Informatik teil.

Florine Hartwig und Hagen Pesch aus der Jahrgangsstufe 13 der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule am Minkweg hatten jetzt an der Schülerakademie der Bezirksregierung Münster für Mathematik und Informatik teilgenommen. In dieser Akademie treffen sich jährlich 100 ausgewählte Schüler aus NRW mit besonderem Interesse für Mathe und Informatik, um an anspruchsvollen Fragestellungen zu arbeiten. Die beiden Krefelder hatten sich für ein Projekt mit dem Ziel entschieden, ein autonom nach GPS-Koordinaten fahrendes Schiff zu konstruieren und zu programmieren.

"In unserer Gruppe konnten wir zu zehnt an vier Schiffen bauen. Am Ende des ersten Tages konnten wir nach acht Stunden Arbeit schon ein schwimm- und manövrierfähiges Schiff mit Antrieb präsentieren. Wir hatten den ganzen Tag mit kenternden Schiffen und eigenartigen Antriebsmethoden zu tun gehabt, so dass wir am ersten Tag das Fazit ziehen konnten, dass wir was gelernt haben und dass wir in der Woche noch viel Spaß bekommen würden", berichten die beiden.

An den nächsten beiden Tagen hatte das Duo mächtig zu tüfteln und konnte erste Fahrten in einem "Testplanschbecken" durchführen, "doch wurde schnell deutlich, dass noch einige Optimierungen nötig waren. So mussten wir eine Formel aufstellen, die die Krümmung der Längengerade beschreibt, um genaue Abstände zwischen GPS-Koordinaten zu bestimmen. Die mathematischen Berechnungen mit trigonometrischen und statistischen Elementen in die Programmiersprache Java umzusetzen, war das größte Problem und nahm noch den nächsten Tag in Anspruch."

Auf dem Aa-See konnten Florine Hartwig und Hagen Pesch die Schiffe schließlich zur Probe fahren lassen: "Mit einem Tretboot konnten wir die Schiffe im Auge behalten und gegebenenfalls eingreifen. Nach weiteren Programmanpassungen konnten sie dann selbstständig zwischen GPS-Koordinaten fahren. Die Fahrten filmten wir und konnten dieses Material für unsere Präsentation nutzen, die wir bis tief in die Nacht für die Abschlussveranstaltung erstellten. Um zwei Uhr nachts ging es dann müde, aber glücklich, alle Ziele erreicht zu haben, ein letztes Mal ins Bett."

Quelle: RP
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