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Oliver Beier
Moshroom-Festival wird zehn Jahre alt

Krefeld. Zwei Tage lang feiert die Kufa mit elf Bands den Hardrock und Heavy Metal. Organisator Oliver Beier spricht über "böse" Musik, gute Taten für Kinder. Alle Musiker verzichten auf ihre Gagen.

Harte Musik für den guten Zweck: Dieses Jahr feiert die Kulturfabrik ein Jubiläum, an das zu denken anfangs niemand gewagt hatte: Zum zehnten Mal geht hier ab Freitag, 26. August, von 17.30 Uhr an das zweitägige "Moshroom-Festival" mit elf Bands aus dem Heavy-Metal- und Hardrockreich über die Bühne. Eine besondere Zielsetzung: Alle Überschüsse gehen an den Deutschen Kinderschutzbund Krefeld.

Beim "10 Jahre Metal-Benefiz" spielen Bands wie "Motorjesus", "Breakdown At Tiffany's" und "Aeverium". Warum gehen bei einem Festival mit harter Musik die Erlöse ausgerechnet an den Kinderschutzbund?

Oliver Beier Weil wir, seit es das "Moshroom-Festival" gibt, immer etwas für Kinder in Krefeld gemacht haben. Wir wollen zeigen, dass wir mit Metal-Musik, was immer so "böse" klingt, auch etwas Gutes bezwecken können. Es hat sich in den ganzen vergangenen zehn Jahren - und vor allem in den letzten beiden - erwiesen, dass das gut ankommt und wir auch wirklich Kindern vor Ort helfen können.

"Vor Ort" - Ist Ihnen das wichtig?

Beier Es gibt genügend Organisationen, an die man spenden kann. Wir fanden, dass wir dort in erster Linie unseren Kindern helfen können, wo wir wohnen. Daher kam die Idee auf, das "Moshroom-Festival" mit einem Benefiz zu verbinden. Und der Deutsche Kinderschutzbund macht sehr viele Projekte für Kinder und Babys. Es ist beeindruckend, was der alles anbietet, und daher ist es eine gute Initiative, hier zu helfen.

Das "Moshroom-Festival" findet am 26. und 27. August statt. Was können die Besucher außer den drei schon genannten Bands noch erwarten?

Beier Es spielen sechs Bands am Freitag und fünf am Samstag. Am Freitag ist ein "Best Of 10 Years". Das sind die Bands, die uns die vergangenen Jahre über immer kräftig unterstützt haben, die bei dem Publikum sehr beliebt sind, wo die Leute immer gerne kommen, um sie zu sehen. Und am Samstag haben wir neue, frische Bands mit dabei. "Deadlock" als Headliner zum Beispiel haben gerade ihre neue CD herausgebracht, sind auf Tour und machen den Abschluss hier in der Kufa bei unserem Festival.

Wie viele Besucher haben sie bei Ihrem Festival im Schnitt?

Beier Man kann mit 300 bis 400 Leuten am Tag rechnen.

Gibt es eine Übersicht, was an Spenden bei so einem Festival herauskommt?

Beier Wir haben immer so zwischen 2.000 und 3.500 Euro zusammenbekommen. Das allererste Jahr, 2007, war für die "Funzel". Da hat der damalige Bürgermeister das Festival mit uns eröffnet, und wir haben 1550 Euro für den Jugendtreff erwirtschaftet, was für das erste Mal ein Supererfolg war. Und dann hat sich das eben über die ganzen Jahre weiterentwickelt, und die Spendengelder sind auch immer mehr geworden, weil inzwischen auch bekanntere Bands hinzukamen und das Ganze einen immer größeren Zulauf hatte.

Heißt das, dass die Bands quasi auf die Gage verzichten und nur "für Sprit" spielen?

Beier Es verzichten alle Bands auf ihre Gagen, und für die eine oder andere Band, die von weiter her kommt, da gibt es ein kleines Spritgeld. Also bei einem Benefiz hat man immer Kosten, und die werden damit auch gedeckt. Wenn man bedenkt, was man sonst dafür bezahlen würde, dann ist das wirklich geschenkt.

Gibt es besondere Gimmicks oder Überraschungen, weil es das 10. Festival ist?

Beier Es ist die eine oder andere kleine Überraschung vorgesehen, die sich die jeweilige Band für ihren Auftritt aber selber ausgedacht hat, was ich deswegen jetzt nicht erzählen kann. Sonst wäre es keine Überraschung mehr. Man sollte einfach vorbeikommen und sich überraschen lassen.

Wird dieses Benefiz-Festival auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden?

Beier Das wollen wir hoffen, wenn das immer alles so gut läuft. Und wenn das so weitergeht, dann sollte das kein Problem sein.

ANDRE DE VOS FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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