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Krefeld
Museum: SPD regt Hinweistafel über Wilhelm I. an

Krefeld. Eine Namensänderung des für knapp 18 Millionen Euro umgebauten Kaiser Wilhelm Museums kommt für die Krefelder SPD nicht in Betracht. Gleichwohl zeigen die Sozialdemokraten Verständnis etwa für die Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), die die Verantwortung Wilhelm I. für Tod und Gewalt herausstellen und die Meinung vertreten, "es würde Krefeld gut zu Gesicht stehen, dieses Museum mit einem neuen Namen zu versehen". Keinesfalls aber dürfe das Standbild Kaiser Wilhelms I. wieder aufgestellt werden, ohne die historischen Zusammenhänge zu erklären und auf die Opfer des Demokratenmörders hinzuweisen, schreibt Hans-Josef Degemann von der DFG-VK.

Die SPD greift diesen Gedanken auf und bittet die Verwaltung der Stadt Krefeld, "zu prüfen, ob im Rahmen der Neugestaltung des Vorplatzes des Kaiser-Wilhelm-Museums eine Hinweistafel installiert werden kann, die sich kritisch mit der Namensgebung des Museums auseinandersetzt". Der Antrag der SPD soll in der Sitzung des Kultur- und Denkmalausschusses am 21. Juni behandelt werden. Trotz der Auffassung, dass Name und Aufstellen des Standbilds alternativlos seien, kann aus Sicht der SPD-Fraktion eine kritische Auseinandersetzung mit dem Namensgeber erfolgen - zum Beispiel durch eine Hinweistafel auf dem Vorplatz.

(sti)
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