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Krefeld
Museumsfreunde wollen Campendonk

Krefeld. Der Campendonk-Nachlass gehört nach Krefeld, meinen die Freunde der Kunstmuseen. "Man sollte versuchen, das Konvolut zusammen zu bekommen", erklärte Adriane Siempelkamp, Vorsitzende des Fördervereins.

"Krefeld lässt sich alles entgehen, was dazu beiträgt, den weichen Standortfaktor Kultur in den Vordergrund treten zu lassen."

Die 89 Arbeiten aus dem Nachlass des Krefelder Malers Heinrich Campendonks, die ein Erbe nun für 4,1 Millionen Euro zum Kauf anbietet, sieht sie als Chance, Krefeld als Kunst- und Kulturstadt zu stärken. "Das Kaiser-Wilhelm-Museum wird noch lange geschlossen sein, das zeichnet sich ja ab. Da ist es besonders wichtig, die Häuser Esters und Lange interessant zu bespielen." Eine Campendonk-Ausstellung könnte sie sich da gut vorstellen: "Aber das liegt in der Entscheidung des Museumsleiters", sagt sie. Doch wenn sie träumen darf, dann gefällt ihr die Vorstellung von einem Campendonk-Raum im umgebauten KWM. Fünf Ölbilder und mehrere Zeichnungen besitzen die Kunstmuseen bereits

"Unter Umständen", sagt Adriane Siempelkamp, solle Krefeld die Campendonk-Arbeiten auch allein erstehen. Aber das ist eine Frage des Geldes. Vier Millionen kann hier keiner aufbringen."

Die Freunde der Kunstmuseen würden sich engagieren: "Wir würden uns schon stark machen, etwas aufzulegen, um die Leute zu bewegen, für den Ankauf Geld zu geben, auch Nicht-Mitglieder", sagte sie. Noch seien diese Ideen nicht spruchreif. "So ein Unterfangen braucht Zeit". Und eine solide Informationsgrundlage: "Vielleicht gibt es Mittel und Wege, die wir heute noch nicht kennen", sagt sie.

Die Idee, sich den Nachlass mit dem Stadtmuseum Penzberg zu teilen, jener oberbayerischen Stadt, in der Campendonk auch gewirkt hat, kann sich die Vorsitzende der Museumsfreunde auch gut vorstellen. "Die Werke mal hier mal dort zu zeigen ist reizvoll, wenn das Arrangement mit Penzberg stimmt", sagt sie. Gisela Geiger, Leiterin des Penzberger Stadtmuseums, das sechs Campendonk-Bilder besitzt, hat Krefeld eine Kooperation vorgeschlagen: gemeinsam kaufen, wechselweise ausstellen. Die Idee wird hier derzeit geprüft.

Quelle: RP
 
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