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Krefeld
Museumsplatz: Arbeiten starten im Sommer

Krefeld: Museumsplatz: Arbeiten starten im Sommer
So könnte der künftige Joseph-Beuys-Platz vor dem Museum aussehen. An zentraler Stelle soll das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in einer Glasvitrine aufgestellt werden.
Krefeld. Das Kaiser-Wilhelm-Museum soll einen neu gestalteten Vorplatz bekommen. 2,2 Millionen Euro sind eingeplant. Nach den Sommerferien soll es losgehen. Von Petra Diederichs

Mit Spannung erwartet Krefeld - und auch die überregionale Kunstszene - die Eröffnung des neugestalteten Kaiser-Wilhelm-Museums am 1. April. Die beste Adresse der Stadt in Sachen Kunst soll künftig auch ein attraktives Umfeld bekommen. Der Karlsplatz soll umgestaltet werden. Für den neuen Namen, Joseph-Beuys-Platz, stellt die Stadtverwaltung derzeit die Weichen. Der Stadtrat hatte die Umbenennung des Museumsvorplatzes im Juli 2013 beschlossen. Wann der neue Name offiziell wird, da hüllt die Stadt sich noch in Schweigen. Es werde eine zeitnahe Veröffentlichung im Amtsblatt geben, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion.

Nach den Sommerferien soll die Umgestaltung des Platzes beginnen. Doch vor dem Straßenbau müssten noch Leitungen für Gas, Wasser, Elektrizität und Telekommunikation verlegt werden. Die Kosten sind mit 2,2 Millionen Euro kalkuliert. "Es gibt aber noch keine Ausschreibung, folglich auch keine Angebote", teilt die Stadt mit. "Die Haushaltsmittel sind angemeldet."

Das Kaiser Wilhelm Museum auf einer Postkarte um 1911. Es zeigt den Erweiterungsplan von Hugo Koch und den offen gestalteten Vorplatz. FOTO: Kunstmuseen Krefeld

Kaiser Wilhelm I., der Namensgeber des Museums wird auf dem Platz eine hervorgehobene Position haben. Er könnte als stattliches Aushängeschild von der Innenstadt als Wegweiser zum frisch sanierten Kunstmuseum dienen - unter einer Glashaube. Das ist zumindest die Idee von René Rheims. Der Krefelder Landschaftsarchitekt hat mit seinem Büro "Kraft.Raum" 2013 den mit 10.000 Euro dotierten Gestaltungswettbewerb gewonnen und plant das neue Erscheinungsbild des Platzes. Zum Konzept gehört es, das überlebensgroße Marmor-Standbild Wilhelms I. in einer Glasvitrine an der Ecke Karlsplatz/Westwall in der Sichtachse der Marktstraße aufzustellen. So wäre es vor Witterung und Beschmutzung geschützt und böte gleichzeitig auch die Möglichkeit einer distanzierten Betrachtung eines Geschichtskapitels. Durch das Glas wird es aus dem direkten Alltagsgeschehen herausgehoben.

Denn mit dem Kaiser tun sich die Krefelder nicht immer leicht. Oft ist der Carrara-Marmor in der Vergangenheit mit Farbe beschmiert worden und musste spezialgereinigt werden. 1899 war das von dem Berliner Bildhauer Gustav Eberlein geschaffen Denkmal auf einem Absatz der großen Freitreppe im Museum aufgestellt worden. So wirkte das gesamte riesige Treppenhaus wie eine Ehrenhalle des Kaisers. Mit dem Umbau des Treppenhauses in den 1960er Jahren musste der Kaiser weichen. Zuletzt hatte er seinen Standort an der Nordseite des Museums, von vielen kaum beachtet.

Die Pläne für den Museumsplatz müssen nun im Bauausschuss, in der Bezirksvertretung Mitte und im Rat diskutiert und beschlossen werden.

Quelle: RP
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