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Krefeld
Musikschulgraben-Sanierung: Bürgerverein sucht Spender

Krefeld: Musikschulgraben-Sanierung: Bürgerverein sucht Spender
Der Weiher im Sollbrüggenpark ist verschlammt und das Wasser fast schwarz. Im Sommer stinkt das Gewässer, dessen Sauerstoffgehalt stetig sinkt. Der Bürgerverein Bockum sammelt ab sofort Spenden, um die Sanierung des Musikschulgrabens finanzieren zu können. Danach kommt dann der Weiher dran. FOTO: T. lammertz
Krefeld. Bei der Jahreshauptversammlung war vor allem das Wasser im Sollbrüggenpark Thema. Von Bianca Treffer

Es war das bestimmende Thema auf der Jahreshauptversammlung des Bockumer Bürgervereins: Die Sanierung des Musikschulgrabens, der völlig verschlammt ist und im Sommer ein Algenproblem hat (wir berichteten). Im Fokus bei der Debatte stand die Finanzierung. Auf Mittel der NRW Stiftung muss verzichtet werden, da es sich um einen städtischen Graben handelt. Stattdessen sollen die bezirksbezogenen Mittel in Höhe von rund 5000 Euro in die Sanierung des ersten Abschnitts fließen.

Der Bürgerverein und weitere Vereine aus Bockum wollen sich ebenfalls finanziell einbringen. "Des Weiteren planen wir, die Sparkassenstiftung anzuschreiben und örtliche Unternehmen zwecks finanzieller Unterstützung anzusprechen", sagte Manfred Läckes. In diesem Zusammenhang wies der Vorsitzende des Bürgervereins nochmals darauf hin, dass man gemeinnützig sei und entsprechende Spendenquittungen ausgestellt werden können. Die Kosten für die Sanierung des ersten Abschnittes, der von der Uerdinger Straße kommend direkt vor der Musikschule liegt, belaufen sich auf rund 32.000 Euro.

Der Graben muss komplett entschlammt werden. Problematisch sind die im Herbst fallenden Blättern der Buchen und Platanen. Diese verwittern nur langsam im Wasser, was zu einer Absenkung des Sauerstoffgehaltes führt. Immer mehr Schlamm häuft sich an, der Sauerstoffgehalt fällt kontinuierlich, was irgendwann zu einem Fischsterben führen wird. Die Folge: Das Gewässer kippt um.

"Mit der Sanierung des ersten Abschnittes möchten wir als Bürgerverein ein Zeichen setzen. Die Bürger bringen sich ein, aber auch die Stadt ist gefordert", betonte Läckes. Und das nicht nur im Hinblick auf den zweiten und dritten Abschnitt der Sanierung. Es geht auch um die späteren Unterhaltungskosten des Grabens. Eine Investition jedweder Art sei sinnlos, wenn danach nicht eine entsprechende Pflege einsetze, betonte Läckes. In diesem Fall bedeutet das unter anderem die Entfernung der Blätter aus dem Graben seitens des städtischen Grünflächenamtes.

Man wolle aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun, fügte der Vereinsvorsitzende an. Zunächst einmal stehen die drei Sanierungsabschnitte an. Theo Malschützky vom Grünflächenamt signalisierte, dass man Haushaltsmittel beantragen wolle, um die weiteren Abschnitte seitens der Stadt umzusetzen. Die Kosten haben geschätzt jeweils die Höhe des ersten Abschnittes. Die Gesamtmaßnahme beläuft sich auf gut 110.000 Euro. Wobei der zweite Bereich die mehr als Weiher zu bezeichnende Wasserfläche betrifft und der dritte Part sich auf das kurze Verbindungsstück zur alten Musikschule bezieht.

Wenn alles wie geplant läuft und der Bürgerverein die benötigte Summe aufbringen kann, soll im Herbst mit dem ersten Abschnitt begonnen werden. "Klinkenputzen" sei vorab angesagt, bemerkte Läckes. Denn ohne Geld gebe es auch keine Sanierung.

Neben dem großen Thema "Musikgraben" standen Neuwahlen an. Hier bleibt bis auf wenige Veränderungen alles beim Alten. Stephan Krantz trat aus beruflichen Gründen als Geschäftsführer zurück. Er wurde stattdessen Beisitzer. Seinen Posten übernimmt Jörg Ludewig. Für Silke Wonnemann tritt Yvonne Bovenberg als Beisitzerin an.

Läckes blickte bei der Versammlung auf ein gut gelaufenes Jahr 2017 zurück, wobei einzig und allein der Weihnachtsbaum für Probleme gesorgt hatte. Die Fahrten seien indes ein voller Erfolg gewesen, genauso wie der seit dem vergangenen Jahr jeden ersten Mittwoch ab 19 Uhr im Bistro "Salute" an der Buschstraße stattfindende Stammtisch. Kamen beim ersten Mal gerade mal zwei Bürger, so seien es inzwischen durchschnittlich acht bis zehn, sagte Läckes, die zum Austausch kommen, Anregungen für Bockum geben und auf Missstände hinweisen.

Quelle: RP
 
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