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Krefeld
Musikszene trauert um Jacobi-van Beek

Krefeld. Er war der wichtigste Kopf hinter den Kulissen des legendären Folklore-Festivals auf Burg Waldeck: Jürgen Jacobi-van Beek, den alle nur als Jacky kannten, hat das Kult-Wochenende seit 2005 künstlerisch geleitet. Auch das 52. Festival am vergangenen Pfingstwochenende hat der Krefelder noch mitorganisiert. Erlebt hat er es nicht mehr. Wenige Tage zuvor ist er im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Der Burg Waldeck gehörte Jacobi-van Beeks Musiker-Herz. Bereits 1959, als die Burg noch längst kein Kult-Treff der Liedermacher war, kam er durch die dort ansässige Gruppe "Pontocs" an den Ort, an dem sich bereits seit 1922 sogenannte Weltenfahrer trafen zum musikalischen Kulturaustausch. Er war dabei, als sich der Mythos entwickelte: 1964, als Peter Roland den Grundstein legte mit demokratischen '48er-Liedern, jiddischen Liedern und internationaler Folklore. Er hat Hannes Wader, Reinhard Mey, den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch und viele andere auf der Burg erlebt - und dort auch seine Frau Babusch geheiratet. Im Kreise von Freunden und Gleichgesinnten spielte er gerne Gitarre und sang die melancholischen "Rembetiko"-Lieder der Griechen, die 1922 aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

(ped)
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