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Krefeld
Nachbarn kritisieren Pläne am Rott

Krefeld. Auch nach der Offenlage des Bebauungsplans 781 für neue Häuser am früheren Speditionsgelände sind Anwohner unzufrieden. Die FDP hat auch Bedenken. Von Henning Rasche

Bei der ersten Sitzung der Bezirksvertretung Ost im Bockumer Rathaus wurde erneut über den Bebauungsplan 781 debattiert. Westlich der Straße Rott und nördlich der Friedrich-Ebert-Straße am früheren Speditionsgelände sollen auf gut 4600 Quadratmetern Ein- und Mehrfamilienhäusern gebaut werden. Schon bei der Offenlegung des Plans im vergangenen Jahr äußerten Anwohner Bedenken an der geplanten Höhe der Bauten und am Abstand zu ihren Grundstücken.

In der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung meldeten sich mehrere Nachbarn zu Wort. Sie kritisieren, dass ihre Einwände von der Stadt nicht hinreichend berücksichtigt wurden. "Unsere Ängste, unsere Sorgen werden nicht wahrgenommen", sagte eine Frau, die an der unmittelbar betroffenen Friedrich-Ebert-Straße wohnt. Konkret störten sich die Anwohner an der geplanten Bauhöhe, die deutlich oberhalb des derzeitigen Niveaus läge. Somit würden sich die Häuser nicht in die Umgebung einfügen. Auch könne man in ihre Gärten einsehen, was die Privatsphäre einschränke.

Thomas Helm vom Fachbereich Stadtplanung erläuterte in der Sitzung, dass man die Interessen im Rahmen rechtlicher Vorgaben gegeneinander abgewogen hätte. Das Ergebnis liege nun im fertigen Bebauungsplan vor, der am 17. Februar im Ausschuss für Stadtplanung und -sanierung und am 25. Februar im Rat beraten werden soll. Die Gebäudehöhe habe man auf 9,50 Meter (Mehrfamilienhäuser) und auf 6,50 Meter (Einfamilienhäuser) beschränkt. Die bestehenden Gebäude in der Umgebung seien bis zu 14 Meter hoch. Das Gebot der Rücksichtnahme sei eingehalten. "Man hat kein Recht auf lebenslangen freien Blick", sagte Helm.

Paul Hoffmann von der FDP stimmte in die Kritik ein. Er sagte, dass Staffelgeschosse höher wirkten als Sattelgeschosse und die Zahlen daher trügten. Es dürften nicht nur wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen. Die Bezirksvertretung nahm den Plan zur Kenntnis.

Quelle: RP
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