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Krefeld
Nachfrage nach Arbeitskräften steigt vor den Sommerferien

Krefeld. Noch immer steht nicht für jeden Bewerber auch ein Ausbildungsstellenangebot in Krefeld zur Verfügung. Von Joachim Niessen

Es geht weiter abwärts: "Auch im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in Krefeld noch einmal gesunken", sagt Birgitta Kubsch-von Harten, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Krefeld, zur weiterhin guten Entwicklung des Arbeitsmarktes in Krefeld. "Was mich aber besonders positiv stimmt, ist die enorme Kräftenachfrage der Wirtschaft in der Region. Mit 1471 neu gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften so hoch wie noch nie in einem Juni. Wir bewegen uns also auf einem Rekordniveau."

In Krefeld und im Kreis Viersen waren im Juni 22.626 Männer und Frauen arbeitslos. Das waren 172 Menschen (oder 0,8 Prozent) weniger als im Mai und 634 Personen (oder 2,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bezirk verringerte sich damit auf nun 8,1 Prozent (Mai: 8,2 Prozent). Aktuell betreut die Agentur für Arbeit 7198 Arbeitslose, 121 Männer und Frauen oder 1,7 Prozent weniger als im letzten Monat. Die Zahl der Arbeitslosen, die in den Jobcentern Krefeld und Kreis Viersen in der Grundsicherung (SGB II) gemeldet waren, ist gegenüber Mai ebenfalls gesunken - sie beträgt 15.428, und damit 51 Personen weniger als im letzten Monat. Damit liegt die Arbeitslosenquote in der Stadt Krefeld weiter unter 11,0 Prozent, nämlich bei jetzt 10,4 Prozent (Vormonat: 10,5%, Vorjahr: 10,6%). Die Nachfrage nach Arbeitskräften so kurz vor den Sommerferien ist weiterhin äußerst positiv. Im Juni wurden in der Region 1471 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 14,3 Prozent mehr als im Juni 2016. Aktuell stehen 5006 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung zur Verfügung, das sind 643 mehr als im Juni 2016. "Das hohe Niveau der neu gemeldeten Stellen ist gerade auch vor den Sommerferien ein gutes Signal für die Region. Es stimmt mich optimistisch, dass der hiesige Arbeitsmarkt auch in den nächsten Monaten stabil bleibt", so Kubsch-von Harten.

Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es noch einiges zu tun. Für je 100 gemeldete Bewerber stehen 68 der Arbeitsagentur gemeldete Ausbildungsstellen zur Verfügung (wie im Vorjahr). Die Zahl zeigt weiterhin das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Im Juni waren 3794 Ausbildungsstellenbewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 72 (-1,9%) weniger als im gleichen Monat 2016, begründet auch durch den demografischen Wandel und den damit verbundenen Rückgang der Schülerzahlen. Dem gegenüber steht ein Angebot von 2582 Ausbildungsplätzen. Damit sank die Zahl der gemeldeten Stellen um 60 bzw. 2,3 Prozent gegenüber dem Juni des Vorjahres. Fakt ist: Noch immer steht auch rechnerisch nicht für jeden Bewerber ein Ausbildungsstellenangebot zur Verfügung.

Quelle: RP
 
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