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Krefeld
Nacht der offenen Kirchen 2017 - auf der Suche nach neuen Impulsen

Krefeld: Nacht der offenen Kirchen 2017 - auf der Suche nach neuen Impulsen
Die Lutherkirche in Krefeld. FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) kümmert sich mit den Projektleitern Bettina Steinhaus und Klaus-Norbert Kremers um die Vorbereitung und Koordination des Programms. Von Norbert Stirken

Ein Casting im Sinne von "Deutschland sucht den Superstar" soll es nicht werden: Bettina Steinhaus und Klaus-Norbert Kremers suchen für die siebte Nacht der offenen Kirchen am 12. Mai des kommenden Jahres Menschen mit besonderen kirchengerechten Talenten und interessante Gegenstände aus dem religiösen Leben. Die beiden Vorstandsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Krefeld leiten die Projektgruppe, die sich um die Vorbereitungen und die Koordination der Programminhalte der in der Vergangenheit so erfolgreichen Reihe kümmert.

"Es ist uns wichtig, zwei Dinge vorauszuschicken", sagen Steinhaus und Kremers. Die Nacht der offenen Kirchen werde sich nicht ans Lutherjahr anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation hängen, und es fänden während der Öffnungszeiten von 19 bis 23 Uhr keine Gottesdienste statt. Somit ist sozusagen der Weg für die Besucher frei, sich der architektonisch und historisch interessanten Gotteshäuser zu widmen, dem Unterhaltungs- und Mitmachprogramm zu folgen oder sich mit Speisen und Getränken zu versorgen.

Bislang konzentrierten sich die Angebote stets in der Innenstadt. Die kurzen Wege erlaubten ein Kirchen-Hopping der Teilnehmer, die in den vier Stunden eine Vielzahl von Eindrücken mitnehmen konnten. In den Randgebieten sei es schon schwieriger, die Gemeinden zum Mitmachen zu bewegen. "Wir sammeln Ideen, um daran etwas zu ändern", erklärte Kremers.

Ideen sind bei den beiden Koordinatoren auf allen Ebenen gefragt. Krefelder, die interessante Gegenstände von der naheliegenden alten Bibel über den seltenen Rosenkranz bis zum historischen Kruzifix oder der exotischen Mönchskutte zur Ausleihe geben könnten, werden gebeten, dies zu tun. Ein Blick auf den Dachboden, in alte Truhen oder in den Kleiderschrank habe bei ähnlichen Aufrufen schon oft zum Erfolg geführt, berichten die beiden. Die Fundstücke schauen sie sich dann an, um festzustellen wie und wo sie in den Kontext des Programms passen könnten.

"Wir suchen aber nicht nur besondere Ausstellungsstücke, sondern auch Menschen, die sich mit ihren musikalischen, darstellerischen oder Vortragsfähigkeiten einbringen möchten." Informationen über Trauerarbeit, meditativer Tanz, Chorarbeit - besser Chorvergnügen, Entspannungsübungen, Malaktionen - der Möglichkeiten gibt es viele. Das Angebot, an der Nacht der offenen Kirchen aktiv teilzunehmen, gilt für alle Krefelder, nicht nur für die in den katholischen, evangelischen, neuapostolischen, orthodoxen und Freikirchen organisierten Christen. Das Potenzial in Krefeld ist riesig: Rund 60 Gotteshäuser könnten öffnen. Die meisten davon - etwa 40 - sind katholische Kirchen.

Die Nacht der offenen Kirchen, die zuletzt im September 2014 stattgefunden hat, soll mit einem mehrminütigen stadtweiten Glockenläuten eröffnet werden. Die teilnehmenden Gemeinden sind in ihrer Gestaltung völlig frei. Das Programm orientiert sich an den finanziellen und personellen Möglichkeiten dort. Die ACK stellt 5000 Euro zur Verfügung und liefert Unterstützung durch die Projektleitung von Bettina Steinhaus und Klaus-Norbert Kremers.

Kontakt: Kremers 02151 43649; Steinhaus 02151 593000.

Quelle: RP
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