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Krefeld
Neu in der Pförtnerloge: Stuck mal nicht an der Decke

Krefeld. Raumbezogene Kunst ist das Thema der Ausstellungsreihe, die der BBK Niederrhein mit der Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Krefeld bereits im vierten Jahr in der Pförtnerloge der Fabrik Heeder durchführt. In diesem Jahr wird sie von den Kulturstiftungen der Sparkassen Krefeld und Rheinland gefördert, und aktuell zeigt Jáchym Fleig sein Projekt "Shift". Die Arbeit des 1970 im Baden-Württembergischen geborenen und in Duisburg lebenden Fleig reiht sich ein in seine "Okkupationen", die dem künstlerischen Ziel dienen, durch Veränderungen neue Perspektiven zu öffnen in Räumen, die man gut zu kennen glaubt.

Zu diesem Zweck hat er nun das Kassettenparkett in der Pförtnerloge als Ausgangspunkt gewählt. Das aus Quadraten bestehende Muster zeichnete er auf dem Boden nach mit selbstgespritztem Gipsstuck. Fleig, der unter anderem Stipendiat der Wilhelm Lehmbruck-Stiftung war und im Lehmbruck-Museum ausstellen durfte, arbeitet gern mit Gips. Dabei entstanden auch schon recht monumentale Skulpturen. Diesmal beließ er es bei Leisten von wenigen Zentimetern Höhe und Breite, die so gestaltet sind, als seien sie aus den Kalkschalen von Jakobs- oder Herzmuscheln zusammengefügt.

Das Gesamtgebilde verschob er dann in der Fläche um 25 Grad gegen die Kassettenstruktur. Deshalb trägt die Installation den Titel "Shift" (zu deutsch: Verschiebung). - Pförtnerloge der Fabrik Heeder / Vernissage: Sonntag, 11 Uhr / bis 14. Juli jederzeit von außen einsehbar.

(MoMe)
 
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