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Krefeld
Neue historische Quellen: Tagebuch aus dem Jahr 1835

Krefeld. Neue historische Quellen über die Stadtgeschichte sind selten. Einen solch seltenen Fall stellt Olaf Richter, Leiter des Stadtarchivs Krefeld, am Donnerstag, 30. November, 19.30 Uhr, in der Volkshochschule vor. Im Haus am Von-der-Leyen-Platz berichtet er erstmals über das Thema: "Von Krefeld nach London und zurück - Das Tagebuch von Carl Rudolf Vogelsang über die Jahre 1813 bis 1835".

Carl Rudolf Vogelsang (1808 bis 1878) schrieb als junger Mann in den Jahren 1828 bis 1837 Tagebuch. "Er berichtet über seine Jugend am Schwanenmarkt und die Zeit in der Scheuten'schen Schule, der Keimzelle des heutigen Gymnasiums am Moltkeplatz", so Richter. Im Jahr 1824 ging er in die Lehre im Bankhaus Molenaar, wo auch Hermann von Beckerath arbeitete, der spätere rheinische Liberale und Reichsfinanzminister. "Vogelsang skizziert das damalige gesellschaftliche Leben Krefelds, wobei insbesondere auf die Anfänge des Theaters und des Karnevals in Krefeld eingegangen wird", schildert der Archivleiter.

Daneben war er entsprechend der Mode der Zeit ein begeisterter Reisender, der 1835 eine Reise in die britische Hauptstadt unternahm, was er auch detailliert im Tagebuch beschrieben hat. "Vogelsang zählt sicher zu den interessantesten Gestalten Krefelds im 19. Jahrhundert", sagt Richter. Sein Tagebuch eröffne einen neuen Blick auf die bürgerliche Mittelschicht jener Epoche.

Vortrag von Olaf Richter: Donnerstag, 30. November, 19.30 Uhr, Volkshochschule, Von-der-Leyen-Platz. Der Eintritt beträgt 6 Euro, Karten gibt es an der Abendkasse.

Quelle: RP
 
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