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Regierungsbezirk Düsseldorf
Neue Statistik: Krefeld schneidet im Schuldenvergleich gut ab

Regierungsbezirk Düsseldorf: Neue Statistik: Krefeld schneidet im Schuldenvergleich gut ab
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Krefeld. Eine neue Studie des Statistischen Landesamtes IT NRW zeigt, dass Krefeld deutlich weniger Schulden hat als die meisten anderen kreisfreien Städte des Regierungsbezirks Düsseldorf. Von Sebastian Peters

Die Krefelder kommunalen Schulden lagen Ende 2014 bei rund 868 Millionen Euro, sieben Millionen mehr als Ende 2013. Dies bedeutet, dass jeder Krefelder 2014 rein rechnerisch mit 3901,45 Euro verschuldet war. Berücksichtigt sind dabei jeweils die Kredite, Kassenkredite und Wertpapierschulden der Kommunen, dazu die Verschuldung der kommunalen Eigenbetriebe und Krankenhäuser ohne eigene Rechtspersönlichkeit.

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Im Vergleich der Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Großstädte im Regierungsbezirk steht lediglich Düsseldorf besser da als Krefeld. Düsseldorf ist mit 531 Millionen Euro verschuldet, heruntergerechnet auf jeden Bürger bedeutet dies eine Verschuldung von 883,19 Euro. In Duisburg hingegen beträgt die Verschuldung 3,2 Milliarden Euro, jeder Bürger ist mit 6575 Euro verschuldet. In Essen liegt die Verschuldung gar bei 3,3 Milliarden Euro, pro Kopf 5811,46 Euro. Selbst Mönchengladbach, strukturell mit Krefeld vergleichbar, ist finanziell schlechter aufgestellt: Die Verschuldung liegt bei 1,34 Milliarden Euro, pro Kopf sind dies 5237,82 Euro Schulden. Geringer ist die Pro-Kopf-Verschuldung in den Kreis-Kommunen.

Im Detail stellen sich die Krefelder Schulden wie folgt dar: 427 Millionen Euro sind Kassenkredite, 190 Millionen Euro sind Investitionskredite, die letztlich für die Stadt rentierlich sind. Auffällig hoch ist in diesem Vergleich die Verschuldung der Eigenbetriebe und Krankenhäuser: Sie liegt bei 251 Millionen Euro. Dem steht in Krefeld allerdings auch ein städtisches Vermögen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro entgegen.

Region: Diese Städte profitieren ab 2014 vom "Kommunal-Soli" FOTO: dpa, Federico Gambarini

CDU-Fraktionschef Philibert Reuters hatte zuletzt im Interview mit unserer Zeitung die harsche Kritik an der Haushaltsführung relativiert: "Diese Stadt geht nicht am Bettelstab. Krefeld hat es auch in schwierigen Jahrzehnten geschafft, ein Kultur-, Sport- und Dienstleistungsangebot vorzuhalten, was einer mittleren Großstadt entspricht. Man hat teilweise den Eindruck, wenn man die Äußerungen mancher Politiker verfolgt, dass wir uns in Richtung Armenstadt entwickeln. Das ist so nicht richtig."

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