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Krefeld
Neuer Anlauf für Einkaufszentrum Oppum

Krefeld. Die CDU hat einen Antrag für eine bessere Nahversorgung Oppums auf dem Platz neben der Kronlandbrücke eingebracht. Ein Festplatz bliebe bestehen; der Hundesportverein müsste umziehen. Die Verwaltung kennt interessierte Investoren. Von Jochen Lenzen

Die CDU hat mit einem Antrag in der örtlichen Bezirksvertretung und im Planungsausschuss des Stadtrats einen neuen Anlauf unternommen, auf Teilflächen zwischen den beiden Bahnlinien neben der Kronlandbrücke Einzelhandelsbetriebe der Nahversorgung mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Getränke anzusiedeln. Zulässig wären auf dem im Flächennutzungsplan (FNP) ausgewiesenen Sondergebiet auch Waren aus den Bereichen Drogerie, Kosmetik und Tiernahrung als Randsortimente. Das Zentrenkonzept steht dem Vorhaben laut Verwaltung nicht im Wege.

Sollten diese Pläne Realität werden, müsste der dortige Schäferhundeverein umgesiedelt werden. Der Festplatz, auf dem lediglich bis Ende dieses Jahres noch Veranstaltungen geplant sind, stünde dann vorübergehend nicht zur Verfügung. Allerdings sind auf dem besagten Areal im FNP öffentliche Verkehrsflächen als Festplatz und Parkplatz ausgewiesen. Nach den Ausführungen der Verwaltung ist dort "ein Park & Ride-Platz mit 200 Stellplätzen vorgesehen, dessen östliche Teilfläche zugleich als Festplatz hergerichtet und genutzt werden soll".

Der Stadtverwaltung sind potenzielle Investoren bekannt; sie würde ein detailliertes Exposé für einen Verkauf des Areals anfertigen, sobald der planungspolitische Grundsatzbeschluss gefasst ist. Das ist im Planungsausschuss aber noch nicht geschehen. Der CDU-Antrag wurde den Gepflogenheiten gemäß vertagt, weil andere Fraktionen noch Beratungsbedarf haben.

Laut Verwaltung hatte eine gutachterliche Stellungnahme der Firma Futura Consult bereits Ende 2008 die Verträglichkeit eines Lebensmittelmarkts mit 1300 Quadratmeter und eines ergänzenden Angebots der Nahversorgung, Lebensmitteldiscounter (850 Quadratmeter) und Getränkemarkt (500 Quadratmeter) nachgewiesen.

Die CDU hat in ihrem Antrag darauf hingewiesen, dass es in den vergangenen Jahren von verschiedenen Seiten Bemühungen gegeben habe, die Nahversorgung in Oppum zu verbessern und beklagt, dass sich diesbezüglich bis heute nichts getan habe. "Die unbefriedigende Situation wurde und wird gerade von älteren Bürgern immer wieder zu Recht beklagt. Mittlerweile verschärft sich die Situation aufgrund des demografischen Wandels."

Die Verwaltung begrüßt jede Maßnahme, die das Oppumer Zentrum aufwertet. Dazu gehören die laufende Neugestaltung des Bahnhofs und der bereits fertiggestellte Neubau der Wohnstätte an der Ecke Werkstätten- und Maybachstraße mit einem Wohn- und Geschäftshaus. Die reichen aber auch nach Meinung der Verwaltung nicht aus, das Nahversorgungszentrum funktionell zu stärken. Daher sei eine größere Einzelhandelsinvestition in dem beschriebenen Umfang notwendig.

Quelle: RP
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