| 00.00 Uhr

Krefeld
Neuer Look für die Edelstahlkampfbahn

Krefeld. Auf der Bezirkssportanlage an der Gladbacher Straße laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Von Bianca Treffer

Das große Schild "Sportanlage gesperrt" verkündet es schon am Eingangstor der Bezirkssportanlage Gladbacher Straße. Wer dennoch einen Blick hineinwirft, der schaut auf einen Haufen Erdaushub, Bauzäune und jede Menge Sperrmüll, der sich direkt neben dem Eingang in Form von Kühltruhen, Möbeln und weiterem Metallschrott stapelt. Ins Auge fällt der mit großen Schaltafeln verschlossene Eingang in den Kellerbereich. Dicke Holzbohlen führen in die Tiefe.

"Diesen Zugang haben wir eigens für den Abtransport geschaffen. Durch diese Bauöffnung konnten die Arbeiter unter anderem mit dem Radlader und dem Kleinbagger in den Kellertrakt fahren, den Abriss tätigen und alles abtransportieren. Die Abrissarbeiten sind inzwischen alle abgeschlossen", informiert Ralf Weitz, Mitarbeiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Krefeld. Der Extra-Durchbruch sei die bessere Lösung gewesen, denn ansonsten hätte alles von der Sportplatzseite abtransportiert werden müssen, was mehr Aufwand verursacht hätte, fügt Weitz an, während er den Mitgliedern der CDU-Fraktion und den beiden Vorstandsmitgliedern vom CSV Marathon und FC Hellas, anhand eines Planes die aktuell laufende Sanierungsmaßnahme der Sportanlage erläutert.

Der gesamte, sich im Keller befindliche Umkleide- und Sanitärtrakt wurde entkernt. Bodenbeläge, die zehn Zentimeter dicke Betonplatte und sämtliche Leitungen einschließlich der alten Heizanlage mit dem 35 Jahre alten Kessel flogen heraus. Alles wird neu installiert, wobei auch eine andere Raumaufteilung erfolgt. "In Zukunft werden wir sieben Umkleiden mit zugeordneten Duschbereichen und einem Erschließungsflur mit entsprechenden Fluchtwegen haben", erläutert Weitz.

Wie es im Keller aussieht, davon können sich CDU-Mitglieder und Sportvereinsvorsitzende selber ein Bild machen. Über den Eingang seitens des Sportplatzes geht es in den Trakt. Leere Räume, wo einst die Heizanlage ihren Platz hatte und Sportutensilien untergebracht waren. Doch das eigentliche Ausmaß der Maßnahme wird erst deutlich, als Weitz die Bautür aufschließt. Es geht rund 40 Zentimeter in die Tiefe. Einen Boden im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr. Der Blick fällt auf ein Lehm-Sand-Gemisch und den Anschluss des alten Kanalsystems. "Beim Demontieren der Betonplatte sind wir auf einen alten Versorgungsschacht gestoßen. Aber das war bislang die einzige Überraschung", berichtet Weitz. Ein etwas muffiger Geruch liegt in der Luft. Rohe Wände mit Aussparrungen, wo einst Türen waren, und Steinpfeiler, die der Statik dienen, sind zu sehen. Ein Teil der ursprünglichen Substanz von 1938 ist klar erkennbar und wird auch bei der Neugestaltung mit einbezogen. Die Mienen der Besucher zeigen, dass man hier etwas Phantasie braucht, um sich einen zukunftsorientieren modernen Umkleide- und Sanitärbereich vorstellen zu können. "Als die Anlage 1938 eröffnet wurde, war sie die modernste Kleinfeldsportanlage in ganz Deutschland, ein Prestigeobjekt", erinnert Klaus Schroers vom Vorstand des CSV Marathon.

Etwas von dem einstigen Glanz ist auch heute noch zu spüren und macht klar, dass sich die Investitionen auf der ganzen Linie lohnen werden. Die Anlage, die in den 60er Jahren schon einmal teilsaniert wurde, hat einfach Charme und eine ganz besondere Atmosphäre. "Der Sport ist wichtig für Krefeld, und wir wollen weiterhin für den Sportbereich etwas tun", bringt es Marc Blondin, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport/Freizeit der CDU-Fraktion, abschließend auf den Punkt.

Der Sportbetrieb auf der Bezirkssportanlage Gladbacher Straße soll am 1. August wieder aufgenommen werden. Wenn alles nach Zeitplan voranschreitet, soll die Baumaßnahme Ende November abgeschlossen und die Anlage bis spätestens Ende des Jahres wieder voll nutzbar sein.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Neuer Look für die Edelstahlkampfbahn


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.