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Krefeld
Neuer Rektor will Mosaikschule einen

Krefeld: Neuer Rektor will Mosaikschule einen
Bürgermeisterin Gisela Klaer gratuliert Sebastian Braune. Der 38-Jährige ist neuer Leiter der Mosaikschule. FOTO: Strücken
Krefeld. Der 38 Jahre alte Sebastian Braune ist neuer Leiter der Mosaikschule, die seit neun Jahren aus zwei Standorten besteht. Gestern wurde Braune offiziell in sein Amt eingeführt - und macht gleich deutlich, was er will: die Zusammenlegung. Von Henning Rasche

Gleich in mehrfacher Hinsicht ist der Name "Mosaikschule" Programm der städtischen Grundschule im Nordbezirk. Ein Mosaik setzt sich schließlich aus etlichen Teilen zusammen - und die Grundschule immerhin aus zweien. Seit mittlerweile gut neun Jahren gehören zwei Standorte zu der Schule: einer an der Hofstraße, der andere an der Felbelstraße. Sebastian Braune, der heute seinen 38. Geburtstag feiert, will das ändern. Er wurde gestern als Schulleiter in sein Amt eingeführt und kündigte gleich in seiner ersten Rede zwei Forderungen an: ein neues Schulgebäude und nur noch einen Standort.

Für diese Wünsche erhielt Braune bei seiner Einführung in der Turnhalle an der Hofstraße gestern viel Beifall - von Lehrern, Eltern, Schülern und auch von den Vertretern der Verwaltung. Im Schuljahr 2006/2007 ist die Mosaikschule aus der Grundschule Hofstraße und der Lutherschule Felbelstraße hervorgegangen. Ihren Namen trägt sie seit 2010. Der Name sollte die Individualität der mehr als 300 einzelnen Schüler betonen; jeder soll ein Mosaikstein sein und eine besondere Bedeutung haben. Das Symbol der Schule ist ein Globus, dessen Weltkugel sich ebenfalls aus vielen Mosaiksteinen zusammensetzt.

Sebastian Braune lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in St. Tönis und hat bereits einige Jahre als Lehrer an der Mosaikschule gearbeitet, bevor er nun Marion Ehrle-Schlagkamp abgelöst hat. Sie hatte die Schule kommissarisch geführt und wird nun zur Stellvertreterin Braunes. Bei der Zeremonie in der Turnhalle der Schule an der Hofstraße wünschte Ehrle-Schlagkamp ihrem neuen Vorgesetzten Erfolg und verwies darauf, dass er ein gutes Team hinter sich hat. Sie betonte, dass sie wisse, wie schwierig eine Schule mit zwei Standorten zu leiten sei.

Sebastian Braune hat seine ersten Lebensjahre mit seinen Eltern in Johannesburg, Südafrika, verbracht, später zog es die Familie nach Rheinland-Pfalz und schließlich an den Niederrhein. Seit 1990 lebt Braune in St. Tönis. Er hat in Köln Sport und Mathematik studiert, ursprünglich mit dem Ziel, an weiterführenden Schulen zu unterrichten. Doch seine Liebe zu Kindern hat ihn an die Grundschule geführt.

Bürgermeisterin Gisela Klaer (SPD) erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass an der Mosaikschule Kinder aus 25 verschiedenen Nationen vertreten sind. "Viele von ihnen sprechen kein Deutsch, oft sind es die Schwächsten der Gesellschaft, die hier sind", sagte Klaer. Ein normaler Unterrichtsbetrieb sei so kaum möglich. An Braune gewandt sagte sie: "Sie vereinen Tatkraft und Engagement, beides werden Sie auch brauchen." Die Mosaikschule sei bei ihm in richtigen Händen.

Auch Schulrätin Marita Koblenz-Lüschow verwies auf die Herausforderungen, die die Tätigkeit als Schulleiter mitbringe. Sie verglich die Aufgabe, angelehnt an den Sportler Braune mit einem Zehnkampf. Sämtliche Disziplinen müsse ein Schulleiter beherrschen, insbesondere einen langen Atem haben. "Sie haben keinen Trainer, keinen Physiotherapeuten, aber Sie haben tolle Kollegen", sagte Koblenz-Lüschow.

Die Einführung wurde von verschiedenen musikalischen Auftritten von Schülern auch aus dem offenen Ganztag begleitet. Sie hatten teilweise mit ihren Lehrern neue Lieder geschrieben und überreichten Braune Präsente. Auch das Kollegium sang für seinen neuen Chef.

Quelle: RP
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