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Krefeld
Neuer Schwanenmarkt soll 2018 eröffnen

Krefeld: Neuer Schwanenmarkt soll 2018 eröffnen
Der neue Schwanenmarkt-Eingang an der Stelle auf der Hochstraße, wo bisher noch das Modehaus Greve steht. FOTO: Schwanenmarkt
Krefeld. Bei einer Bürgeranhörung in der Alten Kirche gab's gegen die Plänen zum Umbau der Einkaufspassage nur wenige Einwände. Ende des Jahres will die Stadt die Baugenehmigung einreichen, danach könnten die Bagger anrücken. Von Falk Janning

Die Anwohner waren sich einig: Die geplante Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Schwanenmarktes ist dringend notwendig und überfällig. Sie sollte so schnell wie möglich kommen, so der Tenor auf einer Bürgeranhörung. Doch an dem aktuellen Stand der Planung gab es am Donnerstagabend im Gemeindesaal der Alten Kirche dennoch Kritik. Die Krefelder waren mit den aktuellen Plänen zur Modernisierung des mehr als 30 Jahre alten Einkaufszentrums in der Innenstadt nicht in allen Punkten einverstanden. Norbert Hudde, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, beschwichtigte. "Das, was wir hier sehen, ist nur ein Zwischenstand und nicht das, was gebaut wird", sagte er.

"Wir wünschen uns einen neuen Schwanenmarkt", sagte eine Anwohnerin, die es bis zur Fertigstellung gar nicht abwarten kann. "Warum dauert es bis zum Baubeginn denn so lange?", wollte sie wissen. Hudde rechnet mit insgesamt 18 Monaten Bauzeit. "Ende des Jahres reichen wir die Baugenehmigung ein. Anfang des Jahres 2018 dürfte alles fertig sein." Eine Bewohnerin von der Hochstraße freute sich, dass jemand bereit ist zu investieren. "Das tut der Stadt gut", sagte sie.

Die Architekten Holger Paul und Peter Strothmann vom Architekturbüro msp stellten die aktuelle Planung vor. Demnach erhält der Schwanenmarkt zwei mit viel Glas gestaltete Eingänge an der Hochstraße - einer entsteht da, wo bislang noch das Modehaus Greve steht. In dem Einkaufszentrum sollen durch Umbauten zusätzliche Flächen geschaffen werden. Mit Freude vernahmen die Versammelten, dass die Passage zusätzliche Eingänge und möglichst viel Glasdach für mehr Tageslicht erhalten soll. Vorgesehen ist auch, die knapp 230 Mietwohnungen im Schwanenmarkt grundlegend zu sanieren, die noch das Flair der 70er Jahre atmen.

Mit Start der Arbeiten wird zunächst das Parkhaus an der Evertsstraße abgerissen, was etwa zwei Monate in Anspruch nehmen wird. Dort soll ein Neubau mit Lebensmittelgeschäften im Erd- und Untergeschoss entstehen. Die oberen Etagen sollen als Parkflächen dienen. Beifall gab es dafür, dass das angrenzende denkmalgeschützte Haus an der Hochstraße 102 erhalten wird. Und auch die Nachricht, dass die dreizügige Kindertagesstätte mit dem dazugehörigen Gartenspielplatz auf dem Dach des Parkhauses bleiben kann, sorgte für Zustimmung. Allerdings muss die Kita mitsamt Garten innerhalb des Komplexes umziehen. Die Versammelten schlugen vor, die Chance des Umzuges zu nutzen, um Kita und Garten auf der gleichen Etage unterzubringen. Bislang müssen die Kinder und Erzieherinnen eine Etage nach oben klettern, um in den Außenbereich zu gelangen.

Probleme hatten die Versammelten mit der Gestaltung der Fassaden. "Dass die Stadt an der Petersstraße mit Lochfassaden arbeitet, ist doch nicht mehr zeitgemäß", schimpfte ein Anwohner. Und auch der Anblick der 80 Meter breiten Front der Parkgarage von der Breitestraße störte die Menschen. "Die Breitestraße verkümmert, sie wird zu einer eintönigen Zone", sagte ein Besucher. Laut Hudde sei da aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. "Wir wissen noch gar nicht, ob wir bei der Parkgarage mit offener oder geschlossener Fassade arbeiten, das wird sich erst aus einer Gutachterentscheidung ergeben." Ein Anwohner von der Luisenstraße sagte, es sei widersinnig, die Menschen zum Einkaufen in den Keller zu schicken und die Autos in der zweiten Etage unterzubringen. Er schlug vor, stattdessen die Fahrzeuge unter die Erde zu bringen. Nach Auskunft der Architekten sei es aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht realisierbar, eine entsprechend große Tiefgarage zu bauen.

Der Investor plant, den Dionysiusplatz vom Schwanenmarkt aus zugänglich zu machen und dort eine Gastronomiefläche zu schaffen. "Ob das möglich ist, wird noch geprüft", sagte Hudde. Schade fanden die Krefelder, dass die israelischen Investoren Schapira nicht anwesend waren. Von ihnen hätten sie nur zu gerne gewusst, ob es schon Mieter für die Läden gibt.

Quelle: RP
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