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Krefeld
Neues Klassenzimmer im Pavillon

Krefeld: Neues Klassenzimmer im Pavillon
Fühlen sich wohl in ihrem neuen Klassenraum: Die Kinder der Klasse 1c an der Geschwister-Scholl-Schule in Oppum. Rechts ihre Klassenlehrerin Kerstin Metzner, in der Mitte Schulleiterin Kerstin Kurzke und Hausmeister Arno Rieck. FOTO: TL
Krefeld. Die Geschwister-Scholl-Grundschule hatte mehr Anmeldungen als Raumkapazitäten. Daher wurde eine erste Klasse in einem Pavillon untergebracht. In den nächsten vier Jahren soll eine Schulerweiterung auf den Weg gebracht werden. Von Carola Puvogel

Die Geschwister-Scholl- Grundschule in Oppum ist mit dem neuen Schuljahr um eine Klasse erweitert worden. Weil im eigentlichen Schulgebäude kein Platz mehr war, sind die i-Dötzchen der 1c in einem Pavillon untergebracht, der für vier Jahre angemietet ist und als Übergangslösung dienen wird. In dieser Zeit soll überlegt werden, wie die Schule baulich erweitert werden kann.

Die geplante Machbarkeitsstudie soll klären, wie hoch der Bedarf an Grundschulplätzen in Oppum sein wird und wo zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden können. Denn eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Im Donkgebiet gibt es durch Generationenwechsel stetigen Bedarf an Kita- und Schulplätzen. Zusätzlich entsteht im Bereich Herbertzstraße umfangreiche neue Wohnbebauung. Beide Oppumer Grundschulen arbeiten seit Jahren an der Kapazitätsgrenze.

"Wir hatten in den letzten Jahren immer Anmeldungen für drei erste Klassen", berichtet Schulleiterin Kerstin Kurzke. Für dieses Schuljahr gab es 75 Anmeldungen - aber nur zwei freie Klassenräume. "Um die Kinder, darunter allein 20 Geschwisterkinder, nicht abweisen zu müssen, haben wir nach einer Lösung gesucht", sagt Kurzke. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Sabine Jordan vom Zentralen Gebäudemanagement erarbeitet. Gesucht und gefunden wurde ein Standort, an dem bis zur tatsächlichen baulichen Erweiterung ein Klassenraum aufgestellt werden konnte. "So haben wir erstmal Zeit gewonnen", erklärt die Rektorin. "Streng genommen ist der Raum natürlich ein Container", sagt Architektin Sabine Jordan. Doch im schulischen Sprachgebrauch soll das Wort "Pavillon" etabliert werden. Und das aus gutem Grund: Denn Hausmeister Arno Rieck und Klassenlehrerin Kerstin Metzner haben in den letzten Ferienwochen die rund 70 Quadratmeter kindgerecht und lustig bunt hergerichtet. Während der Hausmeister den Anbau außen in der Schulfarbe royalblau verschönert hat, ist der Klassenraum innen mit Fensterbildern und Postern hübsch geschmückt. Das kommt auch den Erstklässlern an: Violet und Luis beispielsweise gefällt an Klassenraum und Schule einfach "alles". Und bei der Frage, wer die Klasse toll findet, zeigen alle Kinder begeistert auf. Die bauliche Integration ins Schulgelände wird unterstützt durch das Versetzen des Schultors, so dass der neue Pavillon am Bökendonk tatsächlich im Schulareal liegt und nicht außerhalb.

Insgesamt gibt es an der Geschwister-Scholl-Grundschule nun elf Klassen. Von den rund 280 Schülern haben 28 eine Zuwanderungsgeschichte, wie Schulleiterin Kerstin Kurzke berichtet. Das seien entweder Flüchtlingskinder oder Zuwandererkinder aus EU-Ländern. "Die Kinder verteilen sich gleichmäßig auf unsere elf Klassen und sind gut integriert."

Quelle: RP
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