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Krefeld
Niepkuhlenbrücke: Neubau kommt früher

Krefeld. Stadtverwaltung und Parteien drücken jetzt bei der Planung des Projekts aufs Tempo. CDU-Ratsherr Marc Blondin: "Die Brücke ist auch für das überregionale Radwegenetz von großer Bedeutung und dient somit der Naherholung." Von Joachim Niessen

Die Niepkuhlenbrücke scheint zum Lieblingsobjekt von Politik und Verwaltung zu werden. Während der Bürgerverein Traar in seiner jüngsten Sitzung noch einmal an den Neubau der Brücke erinnerte und unter anderem auf den hohen Stellenwert für die Naherholung hinwies, haben sich zwischenzeitlich auch Oberbürgermeister Frank Meyer sowie mehrere Parteien geäußert.

Bei der Vorstellung des überarbeiteten Haushaltsentwurfs 2016 betonte der Verwaltungschef, dass er den Bau der Niepkuhlenbrücke beschleunigen und die Planung von 2018 auf 2017 vorziehen will. Diesen Punkt stellte er - im Rahmen seines Maßnahmenpaktes - mit Kämmerer Ulrich Cyprian den finanzpolitischen Vertretern der Ratsparteien vor.

Marc Blondin, Vorsitzender der CDU Krefeld und Traarer Ratsherr, zeigte sich über diese Äußerung des Oberbürgermeisters verwundert. Der Neubau der Niepkuhlenbrücke sei eine uralte Forderung der CDU. Damit greife Meyer einen Vorschlag der CDU für die Haushaltsberatungen auf, die sich bereits Anfang März im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen für ein Vorziehen des Projekts auf 2017 ausgesprochen habe. Blondin: "Die Brücke ist nicht nur wichtig für die Menschen in Traar, sondern auf vielfachen Wunsch aus der gesamten Krefelder Bürgerschaft für das überregionale Radwegenetz von großer Bedeutung und dient somit der Naherholung." Der CDU-Chef versprach, dass seine Partei darauf hinwirken werde, dass der Neubau auch tatsächlich im Jahr 2017 in Angriff genommen und realisiert werden kann.

Uneingeschränkte Unterstützung für Meyer und das Projekt gab es von Bezirksvorsteher Wolfgang Merkel: "Diese Meldung hat mich außerordentlich gefreut", sagt der Sozialdemokrat zum Vorziehen der Planungskosten für die Baumaßnahme. "Das war eine maßgebliche Forderung der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ost. Den vom Oberbürgermeister im Rahmen des Veränderungsnachweises zum Haushaltsplanentwurf 2016 gemachten Vorschlag, die für das Projekt nötigen Mittel bereits ein Jahr früher als bisher geplant für das Jahr 2017 zur Verfügung zu stellen, begrüße ich daher sehr", so Merkel und ergänzte, dass er sich von Anfang an für eine schnelle Wiedereröffnung der Brücke starkgemacht habe. Für den Politiker ist der Vorschlag der Verwaltung, der nun zur Beratung auf dem Tisch der Ratspolitiker liegt, ein guter und annehmbarer Weg: "Die Brücke hat immer zum Radwegenetz der Stadt gehört und war eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer."

Schließlich hat sich die FDP ebenfalls im März zu Wort gemeldet und an den einstimmigen Beschluss der Bezirksvertretung erinnert, den für den Neubau der Brücke vorgesehenen Betrag von 438.190 Euro statt erst 2018 bereits im Haushaltsjahr 2016 zu berücksichtigen. "Es geht hier einerseits um ein wichtiges Bürgeranliegen, andererseits ist die Sachlage aber auch im Hinblick auf die ansonsten drohende Rückzahlung von Landesfördermitteln dringlich", so FDP-Ratsherr Paul Hoffmann.

Quelle: RP
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