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Krefeld
Nordanbindung: Aus für Variante der Kleingärtner

Krefeld. Die Variante der Kleingärtner zur Nordanbindung, die im Frühjahr in der Bürgeranhörung vorgestellt worden war, wird wohl nicht weiter verfolgt. Das erklärte Ludger Walter vom städtischen Planungsamt bei der Sitzung der Bezirksvertretung Uerdingen am Donnerstagabend. Sowohl die Variante der Verwaltung, als auch die der Kleingärtner seien geprüft worden. Dabei gebe es eine enge Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, der für die B 288 zuständig sei und sich auf dieser Straße einen vierspurigen Ausbau offenhalten wolle. Dies sei bei der Variante der Verwaltung im Gegensatz zu der der Kleingärtner berücksichtigt worden. "Alle erforderlichen Radien sind bei der Verwaltung im Gegensatz zur anderen Variante eingehalten worden. Deswegen wird die Variante der Kleingärtner wohl nicht weiter verfolgt", sagte Walter. Da noch ein Lärmgutachten fehle, sei eine Entscheidung in der Sache nicht terminierbar. Einen Offenlagebeschluss werde es dieses Jahr aber nicht mehr geben, so Walter.

Bezirksvorsteher Jürgen Hengst appellierte an die Verantwortlichen, schnelle Entscheidungen zu treffen, sobald das Lärmgutachten vorliege. Denn: "Ohne eine Nordanbindung ist die Belastung für die Anwohner nicht mehr erträglich."Das bestätigten Anwesende. Ein Anwohner der Mündelheimer Straße beschrieb die Situation so: "Es ist schlimmer als auf dem Flughafen. Man kann kein Fenster aufmachen oder sich auf den Balkon setzen." Die Erschütterungen durch durchfahrende Laster seien deutlich zu spüren, Abgase verpesteten die Luft und der Lärm sei katastrophal. Schon jetzt gebe es ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Neuansiedlungen im Hafen. Und die Nordanbindung bringe ja wohl frühestens in fünf Jahren Erleichterung.

(bk)
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