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Krefeld
NRW verkauft Schrottimmobilie "Weißes Haus"

Krefeld. Seit Jahren sorgt das sogenannte "Weiße Haus" an der Vennfelder Straße 45 für Ärger. Das Gebäude gilt als Schrottimmobilie und dauerhafter Schandfleck im Südwestbezirk. Lange waren die Besitzverhältnisse strittig und damit auch die Frage der Verantwortlichkeit. Die ist nun geklärt. Das Land NRW hat sich als Erbe des "Weißen Hauses" geoutet. Bisher war dies nur eine Vermutung der Bezirksvertretung Süd; bestätigt wurde sie nun durch eine Nachfrage von SPD-MdL Ina Spanier-Oppermann bei der Bezirksregierung. Aus dem Finanzministerium kam die Antwort, über deren Inhalte Bezirksvorsteherin Gisela Brendle-Vierke bei der Sitzung informierte.

"Das Land NRW hat die Liegenschaft Vennfelder Straße 41-45 im Wege der gesetzlichen Erbfolge übernommen". Glücklich war man in Düsseldorf mit der 2014 gemachten Erbschaft des stark baufälligen Gebäudes offenbar von Anbeginn nicht, und am liebsten hätte man sich sofort wieder von ihr getrennt, aber der Verkauf gestaltete sich schwierig. Von "erheblichen Verwertungshemmnissen" spricht SPD Finanzminister Norbert Walter-Borjans und nennt als Ursache "im Grundbuch für das Objekt eingetragene Grundschulden über einen mittleren einstelligen Millionenbetrag zugunsten einer privaten Bank. Jetzt gibt es einen neuen Besitzer. In ihrer jüngsten "Sachstandsmitteilung" vom 22. Juli teilt die Bezirksregierung den Verkauf an eine Immobilienverwaltungsgesellschaft mit. Die notarielle Beurkundung habe am 13. Juli 2016 stattgefunden. Noch herrscht bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd zurückhaltende Freude über diese Nachricht. In ihrem ständigen Bemühen um ihren Bezirk möchten sie Taten sehen.

(frie)
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