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Krefeld
Oberbürgermeister Meyer will Gewerbeflächen zügig erschließen

Krefeld. Krefelder Verwaltungschef besucht den Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer und steht dort Rede und Antwort.

Haushalt, Hafenentwicklung und Gewerbeflächen - Themen gab es reichlich bei der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Krefeld der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Frank Meyer, neuer Oberbürgermeister der Stadt, war zu Gast. Das Unternehmergremium unter dem Vorsitz von Dr. Erich Bröker kam im Rathaus der Stadt zusammen. "Die Voraussetzungen des Wirtschaftsstandorts Krefeld sind gut, die Lage ist ideal, und auch die Innenstadt ist inzwischen aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht", sagte Bröker zur Begrüßung. "Aber natürlich gibt es auch eine Reihe von Baustellen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen und Zielsetzungen."

Oberbürgermeister Frank Meyer betonte, dass Wirtschaftspolitik für ihn hohe Priorität habe: "Wir haben ein Interesse an leistungsfähigen Unternehmen, denn die Situation der Wirtschaft einer Stadt beeinflusst auch wesentlich die Lage der Bürger." Das Produzierende Gewerbe sei in Krefeld traditionell von großer Bedeutung. "Eine starke Industrie ist kein Merkmal der Vergangenheit, sondern die Gegenwart und die Zukunft der Stadt." Mit Blick auf den Haushalt 2016 nannte der Oberbürgermeister die Bereiche "Ausbau der Verkehrsinfrastruktur" und "Kinder und Bildung" als Schwerpunkte. Meyer sprach sich gegen weitere Steuererhöhungen aus: "Ich bin optimistisch, dass es auch in den kommenden Jahren keine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer geben wird." Oberstes Ziel bleibe der geplante Haushaltsausgleich im Jahr 2020.

Bei der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen sieht Meyer Handlungsbedarf: "Ein Standort kann noch so gut sein - wenn keine Flächen vorhanden sind, werden Neuansiedlungen schwierig." Der Gewerbepark Uerdingen-Nord sei ausverkauft, Fichtenhain in absehbarer Zeit auch. Es gehe nun zunächst darum, die potenziellen Gewerbeflächen, die noch im Besitz der Stadt sind, zügig zu erschließen, betonte Meyer. Eine große Chance für die Stadt und die Region sei das mit Meerbusch geplante interkommunale Gewerbegebiet an der A44. Genauso wichtig ist für den Krefelder Oberbürgermeister die künftige Entwicklung des Hafens, insbesondere die Verkehrsanbindung.

In der anschließenden Debatte mit den Unternehmern erklärte Ulrich Gross von der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG: "Was uns mitunter fehlt, ist die Unterstützung durch die Verwaltung, wir brauchen im Rathaus Partner, die uns sagen, wie etwas geht und nicht wie etwas nicht geht." Gross regte an, dass ein Ansprechpartner für die Wirtschaft im Rathaus sinnvoll sei. "Jemand, der den Unternehmen auf dem Weg durch den Verwaltungsdschungel zur Seite steht." Meyer erklärte, dass die Verwaltung Angelegenheiten und Erfordernissen der Krefelder Unternehmen auch die entsprechende Beachtung schenke. Im Büro des Oberbürgermeisters sei eine Stelle für Wirtschaftsthemen eingerichtet. Es gebe darüber hinaus einen intensiven Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung Krefeld. Krefeld brauche eine gesunde Wirtschaft und einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Auf die Tourismusstrategie der Stadt angesprochen, entgegnete Meyer: "Erfolgreiches Tourismusmarketing ist regionales Tourismusmarketing. Deshalb unterstütze ich Bestrebungen, den Niederrhein auch mit Blick auf den Tourismus zusammenzuführen. Zwischen Stadtmarketing Krefeld und der Niederrhein Tourismus GmbH gibt es bereits erfolgversprechende Ansätze." Wichtig sei ihm, dass das besondere Profil der großen Städte am Niederrhein in Zukunft Eingang in die regionale Tourismusstrategie finde. Abschließend bedankte sich der Ausschussvorsitzende Bröker für die offene und konstruktive Diskussion: "Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auf Ihrem Weg, Krefeld nach vorne zu bringen, unterstützen können. Die Industrie- und Handelskammer und die Krefelder Unternehmern stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite."

Quelle: RP
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