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Krefeld
Ökumenischer Gottesdienst für Schwerkranke und Helfer

Krefeld. Eine schwere Erkrankung kann Patienten und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen stellen. In einem ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto "Helfen & Sich helfen lassen" am kommenden Samstag, 5. November, in der Lutherkirche sollen diese besonderen Anliegen jetzt vor Gott und die Gemeinde gebracht werden. "Wir erwarten rund 150 Teilnehmer zu der wahrscheinlich größten ökumenischen Aktion dieses Jahres in Krefeld", sagt Lutherkirchen-Pastorin Sabina Busmann.

"Der Gottesdienst bietet ein vielfältiges Angebot. Denn eine Predigt allein reicht nicht", sagt Mit-Organisator Andreas Ullrich, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde. Zusätzlich wird es Interviews mit Betroffenen, Helfern und Ärzten geben, dazu Chormusik, gemeinsame Lieder, Lesungen und eine Dialog-Predigt. An drei verschiedenen Stationen können Teilnehmer sich ganz persönlich segnen lassen, klagen, ein stilles eigenes Gebet sprechen sowie eine Kerze entzünden.

Dr. Klaus-Dieter Neubauer, der als Radiologe im benachbarten Helios-Klinikum gearbeitet hat, hat die Idee des Patientengottesdienstes 2013 vom Kirchentag nach Krefeld mitgebracht. Der privat als Presbyter engagierte Christ kann heute auf einen breit aufgestellten ökumenischen Vorbereitungskreis zählen, der den Gottesdienst gemeinsam gestaltet hat. Aus seiner ärztlichen Praxis weiß er: "Wenn eine schwere Erkrankung auftritt, erleben nicht nur Patienten sich als hilflos, sondern auch die Helfer. Man muss das Leben neu ordnen, mit schlimmen Diagnosen leben und sich vielleicht auch mit dem ,Nicht wieder gesund werden' auseinandersetzen", sagt Neubauer. Das überfordere beide Seiten schnell.

All diese Nöte, Zweifel und Hoffnungen sollen im Patientengottesdienst thematisiert werden. Eingeladen sind alle Interessierten. Der Gottesdienst am Samstag, 5. November, findet um 17 Uhr in der Lutherkirche am Lutherplatz neben dem Helios-Klinikum statt.

(cpu)
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