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Krefeld
Opernstudio verabschiedet sich mit Barock-Öperchen

Krefeld. Sie haben manchen Musikwunsch erfüllt, nicht nur in den Bühnenpartien auf der Opernbühne. Auch in Extrakonzerten und Foyer-Veranstaltungen haben die Mitglieder des Opernstudios in der zu Ende gehenden Spielzeit sich bestens präsentiert. Zum Ende ihrer Zeit am Gemeinschaftstheater durften sie sich nun selbst etwas wünschen - und das ist Barock.

"Zum Förderprogramm für die Mitglieder des Opernstudios gehört alljährlich ein Meisterkurs mit einer renommierten Musikerpersönlichkeit. In den Vorjahren waren Cheryl Studer und Helen Donath die Mentoren dieser Meisterkurse. In diesem Jahr war es der Wunsch der Stipendiaten sich intensiv mit der Interpretation von Barockmusik zu beschäftigen", sagt Operndirektor Andreas Wendholz, der das Förderprogramm für Absolventen der Musikhochschulen, die ein Jahr lang Bühnenerfahrungen sammeln und Theateralltag leben, initiiert hat. "Und es gab hier auch den Wunsch nach einem konkreten Dozenten: Kobie van Rensburg, den die jungen Solisten bei der Inszenierung von Rossinis "Der Barbier von Sevilla" kennengelernt hatten."

Wendholz erklärt, warum: Kobie van Rensburg war während seiner aktiven Gesangskarriere ein international gefragter Tenor im Mozart- und Rossinirepertoire und ganz besonders auch im Bereich der Alten Musik. Hier arbeitete er mit allen bedeutenden Dirigenten in diesem Fach zusammen und konnte reiche Erfahrungen sammeln. "Dass wir ihn für einen Meisterkurs mit dem Opernstudio Niederrhein gewinnen konnten, ist ein großer Glücksfall", sagt der. Operndirektor. Zum guten Ton gehört, dass sich die Teilnehmer mit dem frisch erarbeiteten Wissen auch dem Publikum vorstellen. Kobie van Rensburg hat sich deshalb nicht auf einen musikalischen Interpretationskurs beschränkt, sondern speziell für die jungen Künstler ein Opernpasticcio mit Musik von Georg Friedrich Händel und Henry Purcell konzipiert mit dem Titel "The Gods Must Be Crazy", das er auch szenisch mit den jungen Sängern erarbeitet hat. Dabei war er auch als Ausstatter tätig und hat mit selbst erstellten Videoanimationen verblüffende Bühnenräume und szenische Effekte kreiert. Die musikalische Einstudierung liegt in den Händen von Yorgos Ziavras, der auch ein fünfköpfiges Streicherensemble der Niederrheinischen Sinfoniker leitet. Ermöglicht wurde die Produktion "The Gods Must Be Crazy" durch die Unterstützung des Vereins der Freunde des Theaters in Mönchengladbach und ist auch nur in Gladbach zu sehen. In der Spielzeit 2016/17 werden vier neue Gesangssolisten und ein(e) Repetitor(in) aufgenommen.

Vorstellungen in MG, Freitag, 10. Juni, und Samstag, 9. Juli,

(ped)
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