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Serie Parken In Stadtteilen
Oppum: Starker Parkdruck durch Pendler

Serie Parken In Stadtteilen: Oppum: Starker Parkdruck durch Pendler
FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Nur wer weniger als zwei Stunden parken muss, wird in den Straßen im Bahnhofsumfeld fündig. Die Straßen ohne Parkscheinregelung sind vollgeparkt. Einen großflächigen Dauerparkplatz gibt es nur neben der Kronlandbrücke. Von Jochen Lenzen

Oppum Wer im Zentrum von Oppum einen Parkplatz sucht, hat nur dann kaum Probleme, wenn er weniger als zwei Stunden bleiben möchte. Wen es länger in den Stadtteil zieht, wird für sein Auto selten einen Stellplatz finden: Dann sind sämtliche Ränder der Thielen-, Schreiner- , Schlosser- und Schmiedestraße zugeparkt. Die Anlieger können davon ein wenig frohes Lied singen. "Wenn wir nicht an einigen Straßen die Zwei-Stunden-Parkscheibenregelung hätten, wären auch diese Stellplätze morgens ab 6 Uhr durchgehend besetzt", sagt der Ur-Oppumer Helmuth Späth, seit mehr als 40 Jahren Mitglied der Bezirksvertretung Oppum-Linn. Auch der gerade entstehende Parkplatz direkt vor dem Bahnhof hilft da nicht. Diese 25 Stellplätze sind den Bewohnern der 22 neuen Wohnungen der Wohnstätte AG gleich gegenüber vorbehalten und werden per Schranke gesichert.

Grund für den enormen Bedarf an Stellplätzen ist der stark genutzte Bahnhof mit Verbindungen nach Düsseldorf und Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach. Für die Bahnkunden stehen nur wenige freie Dauerparkplätze an der Hochfelderstraße, etwa 40 im westlichen Teil der Werkstättenstraße sowie ebenso viele auf dem Park & Ride-Platz am Bahnhof zur Verfügung.

Foto oben: Bezirksvertreter Helmut Späth steht am künftigen Parkplatz vor dem Bahnhof, der aber für die Bewohner der gegenüberliegenden 22 neuen Wohnungen reserviert bleibt. FOTO: Lammertz Thomas

Ein paar hundert Meter weiter gibt es noch den Festplatz an der Kronlandbrücke. "Da ist erfreulicherweise für etwa 200 Pkw Platz, der auch dringend benötigt wird; allerdings wollen die Bahnkunden lieber nah am Bahnhof parken", sagt Helmut Späth. Wenn nun auf dem Festplatz ein großes Einkaufszentrum entstünde, würden dafür bestimmt 100 dieser Stellplätze wegfallen - für die neuen Gebäude und die dafür benötigten Parkplätze, befürchtet Späth. Deshalb ist er mit seiner SPD-Fraktion gegen ein Einkaufszenrum, das CDU und FDP aber befürworten.

Seit sechs Jahren, so Späth, haben die Einzelhändler beiderseits der Bahngleise mit enorm störenden Bauarbeiten unterschiedlicher Art zu kämpfen gehabt. Wegbleibende Kunden und Umsatzeinbußen seien die Folge gewesen. "Da können wir den kleinen Händlern nicht noch ein Einkaufszentrum vor die Nase setzen."

Die Bauarbeiten am Bahnhof neigen sich nach langer Zeit unterdessen allmählich dem Ende zu. In Höhe der Maybachstraße wird wieder ein Tunnel mit Treppen - und nun auch Aufzügen - geöffnet. Zusätzlich sind an der Westseite des Bahnhofs zur Werkstätten- und zur Hochfelderstraße hin neue Zugänge zu den äußeren Gleisen entstanden. Helmut Späth: "Die hohe Behelfsbrücke mit ihren jeweils s 50 hinauf- und hinabführenden Stufen soll angeblich im September oder Oktober abgebaut werden."

Quelle: RP
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