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Krefeld
Orangerie öffnete letztmalig die Gartenpforte

Krefeld: Orangerie öffnete letztmalig die Gartenpforte
Herbert und Ulrike Metzger (r.) mit Renate Popp, die am Wochenende ihre bunten Skulpturen präsentierte. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Am Wochenende konnten Besucher noch einmal die Attraktionen im Garten von Ulrike und Herbert Metzger bewundern. Von Marie Huppert

Zum letzten Mal hat das Ehepaar Metzger seine Verberger Orangerie an der Nieper Straße im Rahmen der Aktion "Offene Gartenpforte" präsentiert. Mehr als zehn Jahre lang hatten Ulrike Metzger und ihr Mann Herbert an der Aktion teilgenommen, wollen ihren rund 4000 Quadratmeter großen Garten aber künftig alleine genießen.

Am Wochenende nutzten also die Besucher die letzte Gelegenheit, den Garten mit seiner Fülle von Dekorationen, Themen-Bereichen und verschieden gestalteten Sitzecken zu bewundern. "Mein Garten verändert sich immer wieder. Sobald ich eine Idee habe, wird sie in kürzester Zeit umgesetzt", sagt Ulrike Metzger.

In dem Garten lädt beispielsweise eine "Buddhistische Ecke" mit Zen-Garten inklusive Weiden-Iglu, Klangspiel und Sitzplätzen zum Entspannen ein. Noch ruhiger ist es etwas weiter hinten, wo ein Sandpfad zu einem Heckenrondell führt. Dort lässt sich in einem Bett unter freiem Himmel die Natur und die Stille am Rand des Hülser Bruchs genießen. Daneben konnten die Besucher am Wochenende eine Vielzahl weiterer kleiner Anlagen bewundern, wie beispielsweise den "rostigen Garten", wie ihn Metzer selbst nennt. Dem Namen entsprechend ziehen dort in etwas schattigerer Lage zahlreiche Skulpturen im Rost-Look die Blicke auf sich.

Wer es lieber mediterraner mochte, dem gefiel sicherlich die kleine, französisch angehauchte Sitzgelegenheit. Viele Steine und Steinfiguren machen den Charme des "Mystischen Frauengartens" mit Knotengarten und Springbrunnen aus. Alles war für die Besucher liebevoll mit Kissen, Bildern und verschiedensten Accessoires dekoriert. Zusätzlich stellten verschiedene Künstler ihre Werke vor, neben Schmuck und Bildern gab es auch Skulpturen und Duftkreationen. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgte ein Stand mit Kaffee und Kuchen, den man in einer der vielen Sitzecken oder auch auf der Terrasse genießen konnte.

Nicht alle Exponate standen explizit zum Verkauf. Metzler erklärt, dass sie vielmehr schöne Deko-Gegenstände kauft und sie dann in ihren Garten einbringt. "Wenn diese Sachen dann jemand kaufen möchte, freue ich mich darüber; wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm", sagt sie. "Manche Teile stehen fünf Jahre im Garten, und irgendwann kommt jemand und möchte sie kaufen." Ums Geldverdienen gehe es ihr dabei nicht so sehr - "wenn mal Geld reinkommt, stecke ich es meist sofort wieder in den Garten". Viele der der dekorativen Gegenstände in dem Garten sind selbstgemacht oder umfunktioniert. "Ich überlege immer, wie ich Sachen noch weiter verwerten kann, bevor sie weggeworfen werden", sagt Ulrike Metzer. So inspiriert ihr Garten dazu, selbst kreativ zu werden und aus Fließbandwaren individuelle Designerstücke zu machen.

Quelle: RP
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