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Krefeld
Ostwall ab Montag frei für Straßenbahnen

Krefeld: Ostwall ab Montag frei für Straßenbahnen
Die Markierungsarbeiten auf der Kreuzung Ostwall/Rheinstraße wurden jetzt fertiggestellt. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Drei Monate lang werden die SWK-Straßenbahnen an dem neuen Ostwall-Bahnsteig halten. Die Umleitung über die Philadelphiastraße wird erst wieder benötigt, wenn im Juli die Arbeiten für den Bau des Glasdachs beginnen. Von Jochen Lenzen

Die Fahrbahnen sind fertig asphaltiert, die Busse fahren wieder über den Ostwall, sämtliche Sperrgitter sind verschwunden, und die Markierungsarbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Die Kreuzung Ostwall/Rheinstraße und der gesamte Bereich der neuen Haltestelle wirken jetzt wie eine große, weite Platzfläche. Fußgänger können sozusagen nach Belieben queren und die Straßenbahnen erreichen, die ab Montag nicht mehr über die Philadelphiastraße umgeleitet werden, sondern wieder auf dem Ostwall halten. "Die Ersatzhaltestellen werden aufgehoben", berichtet Projektleiterin Beate Reif.

Die Fahrbahnen können jetzt von den Bussen, von Lieferfahrzeugen für die anliegenden Geschäfte und von Baufahrzeugen insbesondere auch für die Baustelle der Ostwall-Passage befahren werden, die jetzt als "Geschäftshaus Ostwall" bezeichnet wird, erläutert die Projektleiterin. Der Individualverkehr kann noch nicht zugelassen werden, weil die Ampelanlage Ostwall/Rheinstraße noch nicht installiert ist und weil auf den bahnsteignahen Fahrbahnen die provisorischen Masten der Fahrleitung für die Straßenbahnen stehen, die in den vergangenen Tagen angebracht wurden. Außerdem wird Platz für die Elemente des künftigen Glasdachs benötigt, die aus Gründen der Kostenminimierung nach und nach herangeschafft und dort gelagert werden. Die Fahrleitung ist ein Provisorium, weil die Bahnen noch einmal umgeleitet werden müssen, wenn Mitte bis Ende Juli die Bauarbeiten für das Glasdach beginnen.

"Die Genehmigung der Fachabteilung der Landesregierung für die technische Zulassung des Glasdachs erwarten wir in Kürze", sagt Beate Reif. Wenn die Genehmigung vorliegt, bestellt der spanische Hersteller "bellaport" die Glasscheiben, die zuvor bei der Herstellerfirma in Norddeutschland zwecks Stabilisierung mit einer zwischenliegenden Folie beklebt werden. Außerdem werden die Scheiben mit einem Metallrahmen versehen, erklärt die Projektleiterin.

In den vergangenen Tagen haben SWK-Mitarbeiter die provisorischen Leitungen für die Stromversorgung der Straßenbahnen installiert. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Zuerst werden im Juli die bereits eingebauten Fundamente freigelegt, um das Stahlgerüst aus neunmal zwei Stützen aufzubauen, auf die der Längsträger aufgesetzt wird. Diese Elemente werden zurzeit im spanischen Werk produziert. An den Längsträgern werden dann an Stahlseilen die Glasscheiben eingehängt. Nach der Montage des Dachs werden die Elektrokabel für das umgebende LED-Band angebracht. Zuletzt werden die Abhänger für den Fahrdraht der Straßenbahnen angeschraubt. Im Oktober soll dann alles fertig sein.

Bis dahin werden die K-Bahn-Linien U 70 und U 76 weiter nur bis zur Haltestelle Dießem fahren. Wenn deren Wendeanlage vor dem Primark-Gebäude, wo zurzeit die Rasensaat zwischen den Schienen eingebracht wird, fertig ist, wird die Ampelanlage der Kreuzung Ostwall/Rheinstraße ihre Funktion aufnehmen. Danach kann der Ostwall auch für den Individualverkehr freigegeben werden. Ob die vorgesehenen Baumreihen an der Wendeanlage trotz vorgeschrittener Vegetationsperiode jetzt noch gepflanzt werden können, entscheidet sich in diesen Tagen. Wenn das nicht möglich ist, geschieht das im November.

Quelle: RP
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