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Krefeld
Ostwall-Haltestelle muss mit Lücken im Glasdach eröffnet werden

Krefeld: Ostwall-Haltestelle muss mit Lücken im Glasdach eröffnet werden
Blick aus südlicher Richtung auf das neue Ostwall-Glasdach: Acht Scheiben im Mittelbereich und die beiden runden Seitenelemente fehlen noch. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Noch immer fehlen Scheiben für das Glasdach. Die Stadtverwaltung bestätigte gestern, dass nicht alle Scheiben bis zur geplanten Eröffnung am 23. Dezember eingebaut werden können. Von Sebastian Peters

Jetzt tritt wohl ein, was die Stadt zu vermeiden versucht hat: Am Mittwoch, 23. Dezember, soll das 20-Millionen-Euro-Projekt "Haltestelle Rheinstraße" auf dem Ostwall zwar eröffnet werden. Straßenbahnen und Autos können den Ostwall dann wieder durchgängig befahren. Allerdings wird das Glasdach Lücken aufweisen. Dies bestätigte Stadtsprecher Manuel Kölker auf Anfrage. Acht Scheiben und die Rundungselemente am südlichen Ende fehlten schon vor einer Woche, und sie fehlten auch gestern noch. Bis Mittwoch werden laut Stadt nicht alle geliefert sein.

Stadtverwaltung und Stadtwerke planen nach Informationen unserer Redaktion, die Eröffnungsfeier in den nördlichen Bereich der Haltestelle zu verlagern - zumindest dort ist das Dach vollständig.

Seit Baustart sorgt das Projekt Ostwall-Haltestelle für Diskussionen: Die Stadt hatte dem Einzelhandel zunächst versprochen, dass nur ein Weihnachtsgeschäft, das in 2014, tangiert und die Haltestelle im Herbst 2015 fertig wäre, danach die Autos und Straßenbahnen wieder über den Ostwall fahren können. Dieser Termin war nicht zu halten. Zuletzt hatte sich die Stadt auf den 23. Dezember 2015 festgelegt. Doch komplett wird die Baustelle immer noch nicht sein. 20 Prozent des Mobiliars und Teile der Elektronik fehlen laut Stadt noch. Die LED-Beleuchtung der Haltestelle kann zunächst nur weiß leuchten. Die Programmierung mit anderen Farben sei zu kompliziert, heißt es. Weitere Farben sollen erst später folgen. Gestern waren die Arbeiter mit der Befestigung des Glasdach-Rahmens beschäftigt, beaufsichtigt von der städtischen Ostwall-Projektleiterin Beate Reif.

Wer trägt Schuld am Dilemma? Ausführende Baufirma ist das Unternehmen Bellapart aus Spanien. Die 108 Scheibenelemente, Spezialanfertigungen für Krefeld, wurden allerdings in Niedersachsen produziert und erst nach Spanien transportiert, ehe sie nach Krefeld gebracht wurden. Sowohl beim Transport als auch beim Einbau in Krefeld sollen einzelne Scheiben Schaden genommen haben, heißt es.

Völlig offen ist noch, wann die am Ende noch fehlenden Scheiben eingebaut werden können. Alternativ müssen für diese Zeit die Bahnen noch einmal über die Philadelphiastraße fahren. Ein Gedankenspiel war, die Scheiben am Rosenmontag zu installieren, wenn wegen des Rosenmontagszugs ohnehin keine Bahnen über den Ostwall fahren. Diese Variante gilt aber als ausgeschlossen, da in diesem Jahr erstmals wieder der Rosenmontagszug über den Ostwall führen soll. Von diesem Plan wollen die Karnevalisten nicht abrücken. "Der Plan hat bei uns für große Belustigung gesorgt", sagte gestern ein Karnevalist, der in die Rosenmontagsplanung eingebunden ist.

Man werde ein Eröffnungsdatum rund um das Karnevalswochenende finden, signalisierte die Stadt gestern.

Quelle: RP
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