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Krefeld
Ostwall: Linienbusse benutzen Gehweg

Diese Millionenprojekte werden in Krefeld gebaut
Diese Millionenprojekte werden in Krefeld gebaut FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. Ab dem 7. Januar 2015 wird für den Ostwallumbau die Kreuzung mit der Neuen Linner Straße für Autos gesperrt. Linienbusse fahren dann über den Bürgersteig an der Baustelle vorbei. Fußgänger können ab sofort wieder den Übergang Rheinstraße nutzen. Von Norbert Stirken

Bald fahren die Busse der Stadtwerke wieder komplett über den Ostwall. Ab Mittwoch, 7. Januar 2015, werden die Linien von der Philadelphiastraße zurückverlegt in den derzeitigen Baustellenbereich. Obwohl der 20-Millionen-Euro-Umbau noch einige Monate in Anspruch nimmt, ist damit ein wesentliches Etappenziel erreicht. Wegen der dann entstehenden Engpässe in Höhe der Neuen Linner Straße fahren die Linienbusse dann allerdings über den Bürgersteig, der für Fußgänger gesperrt wird.

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Zeitgleich wird die Kreuzung Neue Linner Straße und Ostwall für den übrigen Verkehr für acht Wochen gesperrt, bis die Straßenbahngleise dort neu verlegt und ans bestehende Netz angeschlossen sind. Die Autofahrer aus Richtung Hauptbahnhof können eine Straße vorher in die Alte Linner Straße einbiegen. Die Einbahnstraßenregelung wird für die Dauer der Arbeiten umgekehrt. Die Neue Linner Straße wird von der Philadelphiastraße kommend zur Sackgasse. Das Parkhaus der Sparkasse bleibt erreichbar.

Hartmut Könner vom Tiefbauamt der Stadt Krefeld und Guido Stilling, Geschäftsführer von SWK Mobil, informierten gestern über die Änderungen und nächsten Schritte an der Baustelle Ostwall, wo üblicherweise 40 000 Fahrgäste mit dem Öffentlichen Personennahverkehr täglich an- und abreisen.

"Wir gehen davon aus, dass die Linienbusse rund 10.000 Menschen täglich an die Haltestellen Unter der Uhr und Sparkasse transportieren und damit den durch die Bauzeit schwer gebeutelten ansässigen Geschäftsleute entsprechende Laufkundschaft verschaffen", berichtete Könner.

Für Fußgänger soll seit Dienstagabend der Übergang Ostwall/Rheinstraße wieder geöffnet sein. "Die Querung wird sicher für die Passanten mit einer Ampel geregelt", kündigte Könner an. Sollten sich die Arbeiten an der Kreuzung Neue Linner Straße und an den Gleisen aufgrund von Schnee und Frost verzögern, wird bis zum Beginn auf die Sperrung der Kreuzung verzichtet. "Auf jeden Fall werden aber die Busse ab dem Stichtag über den Ostwall fahren", versprach Stilling.

Für die Philadelphiastraße bedeuteten die Änderungen eine erhebliche Entlastung, urteilte Könner. Die Philadelphiastraße werde darüber hinaus auch wieder für die Linksabbieger in die Uerdinger Straße geöffnet.

Für die Benutzer des ÖPNV fällt allerdings mit der Rückverlegung der Busse auf den Ostwall die bequeme Möglichkeit weg, an der Uerdinger Straße in die Bahn umzusteigen. Stilling macht darauf aufmerksam, dass für den Umstieg von Bahn zu Bus und umgekehrt die Fahrgäste ab 7. Januar die Haltestellen Rheinstraße und Hauptbahnhof nutzen müssen. Auch auf dem Ostwall wird von den SWK-Kunden größere Aufmerksamkeit erwartet.

Weil die Linien auf der vorübergehend nur einen Fahrspur nicht überholen können, treffen die Busse nacheinander an nur einem Haltepunkt für alle ein. "Die Fahrgäste müssen sich deshalb erst über die Linie vergewissern, ehe sie einsteigen", empfiehlt Stilling. Die Straßenbahnen fahren wegen noch fehlender Oberleitungen weiterhin bis Sommer 2015 über die Philadelphiastraße.

Ursprünglich war daran gedacht, die Gleisanschlussarbeiten am Ostwall bei laufendem Autoverkehr zu absolvieren. "Davon haben wir Abstand genommen, das wäre nicht unkritisch gewesen. Die jetzige Variante ist die für den Bauablauf verträglichste", sagt Könner. Die neue Haltestelle werde 120 Meter lang und zwölf Meter breit. So etwas habe man in Krefeld bislang noch nicht gebaut, erklärte der Tiefbauexperte die Bedeutung der "großstädtischen Lösung".

Quelle: RP
 
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